«Wie ein Spinnennetz»

WIL. Die Viertklässler des Kirchplatzschulhauses Wil mit der Lehrerin Laura Wermuth nehmen an den ersten Ostschweizer Schultheatertagen teil. Seit Dezember beschäftigen sich die neun- bis zehnjährigen Schüler mit dem Aufbau eines dreissigminütigen Theaterstückes zum Thema «Netz».

Tatjana Joos
Drucken
Teilen
Die in Gruppen einstudierten Szenen werden der Klasse präsentiert. (Bild: unknown)

Die in Gruppen einstudierten Szenen werden der Klasse präsentiert. (Bild: unknown)

Die Vorbereitungen zu den ersten Ostschweizer Schultheatertagen zum Thema «Netz» (siehe Kasten) sind in vollem Gange. Auch die Schüler der vierten Klasse vom Kirchplatzschulhaus Wil mit der Lehrerin Laura Wermuth nehmen an diesem kantonsübergreifenden Theaterprojekt teil.

Bis zu vier Lektionen in der Woche übt die Klasse ihre Theaterszenen. (Bilder: Tatjana Joos)

Bis zu vier Lektionen in der Woche übt die Klasse ihre Theaterszenen. (Bilder: Tatjana Joos)

Rund ums Thema «Netz»

«Das Lehrerteam hat vom Schulleiter eine Informations-Mail über das Projekt erhalten. Ich bin seit meiner eigenen Schulzeit ein riesiger Theaterfan und war sofort begeistert», sagt Laura Wermuth. Zu Anfang sei sie sich jedoch nicht ganz sicher gewesen, ob sie mit ihrer Klasse an dem Projekt teilnehmen soll, da sie noch nicht lange als Lehrerin arbeitet. Allerdings habe das Theater-Thema «Netz» einfach perfekt zum Klassenmotto «Wir halten zusammen wie ein Spinnennetz» gepasst.

«Das war schliesslich der entscheidende Grund, weshalb ich die Klasse angemeldet habe», sagt Laura Wermuth. «Da die Platzzahl auf acht Klassen pro Kanton beschränkt war, gehörte neben dem raschen Teilnahme-Entscheid allerdings auch etwas Glück dazu, um ausgewählt zu werden.»

Schüler bringen ihre Ideen ein

Bereits im November hat die Klasse mit den ersten Übungen rund ums Schauspiel begonnen, und schon seit Dezember beschäftigen sie sich mit dem Stückaufbau. Das Theater wird von Grund auf zusammengestellt, das braucht eine Menge Entscheidungen. «Wir haben uns verschiedene Gedanken zum Thema <Netz> gemacht, und die Schüler konnten jederzeit ihre Ideen einbringen», sagt Laura Wermuth. Ausserdem müssten die Rollen fair und ausgeglichen verteilt werden und es müsse entschieden werden, welche Kostüme und Requisiten, welche Lichteinstellung, welche Hintergrundmusik und welche Sprechtexte notwendig seien.

In ungefähr vier Lektionen pro Woche beschäftigt sich die Klasse mit dem Theaterprojekt. Da es nun aber nur noch gut einen Monat bis zur Aufführung dauert, werden die Proben wohl noch einmal intensiviert und eventuell mehr Zeitgefässe während des Unterrichts eingeplant.

Ausgleich zum Schulalltag

«Ich merke, dass die Schüler begeistert sind. Je fortgeschrittener die Proben, desto ambitionierter und auch passionierter werden die Kinder gegenüber dem Theater», sagt Laura Wermuth. Ausserdem bilde das Theaterprojekt einen guten Ausgleich zu den kopflastigen Fächern im Schulalltag.

Die Abschlussveranstaltung, an welcher eine Klasse pro Region ihre Theaterszene präsentieren darf, findet am 27. März um 18 Uhr in der Lokremise St. Gallen statt und ist öffentlich.

Aktuelle Nachrichten