Wider dem Missmut: Erste Massnahmen für den Wiler Detailhandel folgen im April

Gemeinsam mit der Stadt will die IG Obere Bahnhofstrasse in Wil Massnahmen für den örtlichen Detailhandel beschliessen. Erste Massnahmen werden im April verkündet.

Ruben Schönenberger
Hören
Drucken
Teilen
Auch bei der Hauptversammlung der IG Obere Bahnhofstrasse war das Corona-Virus Thema. Präsident Jürg Wipf hat in seinem Geschäft Informationstafeln aufgestellt.

Auch bei der Hauptversammlung der IG Obere Bahnhofstrasse war das Corona-Virus Thema. Präsident Jürg Wipf hat in seinem Geschäft Informationstafeln aufgestellt.

Bild: Ruben Schönenberger

Mit rund 25 Teilnehmenden war die Durchführung der Hauptversammlung IG Obere Bahnhofstrasse (IGOB) nicht gefährdet. Das derzeit dominierende Thema Corona-Virus war am Donnerstagabend jedoch auch im Hof zu Wil bei der Veranstaltung der auch als Shopping Wil auftretenden Organisation omnipräsent.

Schon die Begrüssungen fielen anders aus. Aus dem gewohnten Händeschütteln wurden Ellbogenberührungen oder Verbeugungen. Und auch die ersten Worte von Präsident Jürg Wipf galten dem Corona-Virus. «Wir müssen ruhig und besonnen bleiben, auch für die Kunden», sagte er. Er habe in seinem Geschäft beispielsweise Aufsteller mit den aktuellen Hygienehinweisen platziert.

Stadt und IG präsentieren im April erste Massnahmen

Die Versammlung lief anschliessend dann aber doch im gewohnten Rahmen ab. Und blieb überraschungsfrei. Im Jahresbericht ging Jürg Wipf unter anderem auf die Detailhandelsgruppe ein, die zusammen mit der Stadt Wil ins Leben gerufen wurde und schon im April erste Massnahmen präsentieren soll. Es gehe dabei sowohl um kurzfristige als auch um längerfristige Massnahme.

Der Präsident zeigte sich weiter erfreut, dass die Einsprache gegen den Tempo-30-Testversuch an der Unteren und Oberen Bahnhofstrasse gutgeheissen wurde. Die IG hatte unter anderem Sicherheitsbedenken angebracht.

Wipf rief auch dazu auf, selbstbewusst aufzutreten. «Welches Einkaufszentrum hat schon einen Weiher in Gehdistanz?», sagte er Bezug nehmend auf einen Artikel dieser Zeitung. «Eine so schöne Altstadt mit einem breiten Kulturangebot?»

Weniger Wiler Gutscheine verkauft

Damit möglichst viele Kundinnen und Kunden davon Gebrauch machen, setzt die IG seit rund zehn Jahren auch auf Wiler Gutscheine. Dort kam es im vergangenen Jahr zum ersten Mal seit langem wieder zu einem Rückgang. Das liege aber grösstenteils daran, dass eine Organisation bisher ihre Mitarbeiter mit Gutscheinen belohnt hatte, was sie nicht jedes Jahr tun könne. Finanziell ging die Rechnung trotzdem auf. Und das sehr gut. Fast 10'000 Franken Reingewinn stehen 2019 zu Buche.

Im laufenden Jahr will die IG nicht nur die bekannten Anlässe wie den Wil Shopping Day oder den Weihnachtssonntagsverkauf durchführen, sondern auch Neues wagen. Vor dem Muttertag sollen Kundinnen mit Blumen beschenkt werden.

Im Vorstand kam es zu keinen Rochaden, Jürg Wipf bleibt Präsident und kündigte auch gleich an, noch keinerlei Demissionsgedanken zu hegen.

Mehr zum Thema