Wiborada in der Gemeindebibliothek

Flawil. Am Samstag, 2. April, lädt die Gemeindebibliothek Flawil um 17 Uhr zur Lesung mit Dagmar Schifferli und Gespräch mit Sr. Wiborada Elsener aus dem Kloster Ingenbohl ein. Die Autorin Dagmar Schifferli (1951) studierte Sozialpädagogik und Psychologie.

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Flawil. Am Samstag, 2. April, lädt die Gemeindebibliothek Flawil um 17 Uhr zur Lesung mit Dagmar Schifferli und Gespräch mit Sr. Wiborada Elsener aus dem Kloster Ingenbohl ein. Die Autorin Dagmar Schifferli (1951) studierte Sozialpädagogik und Psychologie. Die Erstausgabe des 1998 erschienen historischen Romans «Wiborada» ist vergriffen. Nun ist im Verlag am Klosterhof die Zweitauflage erschienen. Die Autorin beschreibt mit grosser Sensibilität und Sachkenntnis und trotzdem packend das Leben dieser adligen Frau aus dem 10. Jahrhundert, die als Inklusin und Visionärin berühmt wurde. Wiborada lebte im 10. Jahrhundert als Inklusin in St. Gallen und – obwohl eingeschlossen auf Lebzeit – war sie weitherum berühmt und verehrt als Ratgeberin hilfesuchender Menschen. Wiborada (die latinisierte Form des deutschen Wortes «Weiberrat») liess sich in einer Zelle bei der Kirche St. Mangen einmauern. Hier führte sie ein Leben in strenger Askese und beriet Ratsuchende aller Stände bei schwierigen Entscheidungen. Im Frühjahr 926 führten Wiboradas Ratschläge zur Rettung der Klosterbibliothek vor den hereinbrechenden Ungarn, sie selbst wurde erschlagen. Vierzig Jahre später bat Bischof Ulrich einen Dekan des Klosters St. Gallen, Ekkehard l., ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. Diese diente als Grundlage für ihre Heiligsprechung und für den vorliegenden Roman. Der Eintritt ist frei. (pd.)

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