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Whatsapp hebt Alterslimite auf 16 Jahre: Das Aus für Klassenchats?

Durch die Anpassung der Alterslimite bringt Whatsapp die Schulen unter Zugzwang. Klassenchats von Lehrpersonen mit Schülern unter 16 Jahren können nicht mehr geführt werden. Es gibt jedoch eine Ausnahme.
Gianni Amstutz
Kommunikation läuft heutzutage immer mehr über das Smartphone. (Bild: Christian Beutler / Keystone)

Kommunikation läuft heutzutage immer mehr über das Smartphone. (Bild: Christian Beutler / Keystone)

Der Messenger-Dienst Whatsapp findet heute vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Ob Mütter, die ihren weggezogenen Kindern im Familienchat Fotos von der sonntäglichen Wanderung im Alpstein schicken, Kollegenkreise, die gemeinsam über den Ort für den Ausgang debattieren oder zur Organisation von Ehemaligentreffs: Whatsapp wird immer häufiger zum Mittel der Wahl. Selbst in manchen Schulklassen spielt der Messenger-Dienst inzwischen eine wichtige Rolle. Klassenchats übernehmen dabei die Funktion von Telefonketten. Mit einer Nachricht des Lehrers sind alle Schülerinnen und Schüler informiert, dass die erste Lektion am nächsten Tag ausfällt, sie für die Schulreise den Regenschutz nicht vergessen sollten oder es am nächsten Tag im Sportunterricht in die Badi geht. Doch nun sorgt eine Anpassung der Nutzungsrichtlinien von Whatsapp für Verwirrung.

Alterslimite auf 16 Jahre angehoben

Neu ist der Messenger-Dienst erst ab 16, statt, wie bisher bereits ab 13 Jahren, erlaubt. Die Anhebung steht im Zusammenhang mit einer neuen EU-Richtlinie zum Datenschutz. Was bedeutet das also konkret für Klassenchats an den Schulen? In einem Informationsbulletin des Amtes für Volksschule heisst es: «Wir bitten Sie zu beachten, dass Klassenchats von Lehrpersonen mit Schülerinnen und Schülern unter 16 Jahren aus diesem Grund nicht mehr per Whatsapp geführt werden können.» Von einem Verbot ist in dem Schreiben allerdings nicht die Rede, obwohl nur ein kleiner Bruchteil der Oberstufenschüler der Stadt Wil über 16 Jahre alt ist. Die Möglichkeit, Whatsapp für Klassenchats zu nutzen, besteht denn auch weiterhin: «Die Nutzungsbedingungen schützen Konzerne vor möglichen Klagen. Es geht dabei nicht um den Schutz der Kinder oder eine Altersempfehlung», heisst es im Schreiben des Amtes für Volksschule. Letztlich müssten die Eltern entscheiden, ob ihr Kind Whatsapp nutzen darf oder nicht. Mit der Einverständniserklärung der Eltern sind Klassenchats grundsätzlich also weiterhin möglich. Das Amt für Volksschule betont allerdings: «Den Bezugsrahmen für die Nutzung sollten die Eltern selbst nach ihren eigenen Werten aufstellen.» Auch wenn einzelne Eltern der Nutzung zustimmten, könne die Schule dies nicht von allen Eltern erwarten.

«Klassenchats haben nur geringe Bedeutung in Wil»

Auch die Schulen der Stadt Wil haben auf die veränderten Nutzungsbestimmungen reagiert, bestätigt Stadträtin Jutta Röösli vom Departement Bildung und Sport. Klassenchats hätten in Wil eine sehr geringe Bedeutung. Deshalb seien nur wenige Oberstufenklassen durch die veränderte Alterslimite bei Whatsapp betroffen. «Mit den Jugendlichen und ihren Eltern wurden Lösungen gefunden, wie zum Beispiel die Unterzeichnung einer Einverständniserklärung der Eltern gemäss den Nutzungsbedingungen von Whatsapp oder die Verwendung anderer Kommunikationskanäle», sagt Jutta Röösli. Zudem werde man die Zurverfügungstellung eines alternativen Messenger-Dienstes prüfen.

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