Wetterkapriolen an Filmnächten

WIL. Die Wohngemeinschaft Hofberg in Wil führte wiederum Open-Air-Filmnächte durch. Während die erste Vorstellung aufgrund eines Gewitters abgebrochen werden musste, blieben die Gäste am zweiten Tag vom Regen verschont.

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Das Kino unter freiem Himmel hatte nicht nur Vorteile. (Bild: pd)

Das Kino unter freiem Himmel hatte nicht nur Vorteile. (Bild: pd)

Vergangenen Donnerstag und Freitag führte die Therapeutische Wohngemeinschaft Hofberg in Wil zum sechzehnten Mal die Open-Air-Filmnächte durch. Insgesamt fanden gegen 250 Personen den Weg auf den Hofberg und verbrachten im Kreise von Angehörigen, Gästen aus dem Quartier, ehemaligen Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Vertreterinnen und Vertretern von Behörden, Ämtern, Kliniken und anderen Institutionen einige frohe Stunden. Anregende Gespräche, spannende Begegnungen und manch frohes Wiedersehen prägten die zwei gemütlichen Abende.

Viel Überwindung gekostet

Für einige Ehemalige, die in den meisten Fällen mehrere Jahre auf dem Hofberg gelebt und eine naturnahe Beschäftigung gefunden hatten, war die Rückkehr zum roten Haus unterhalb des Wiler Turms mit vielen Emotionen verbunden. So meinte eine frühere Bewohnerin: «Ich musste mich überwinden, es hat sich aber gelohnt, wieder einmal auf den Hofberg zu kommen. Obwohl mein seinerzeitiger Aufenthalt von vielen Krisen geprägt war, legte ich damit einen wichtigen Grundstein für mein weiteres Leben. Nach wie vor habe ich jeden Tag zu kämpfen, es geht mir jedoch besser, ich bin weitergekommen und werde nicht aufgeben.» Wie jedes Jahr liessen sich zahlreiche Besucherinnen und Besucher durch das Haus führen und über das Konzept der seit über 25 Jahren tätigen, von Bund und Kanton anerkannten Institution informieren.

Vorstellung abgebrochen

Für das leibliche Wohl war gesorgt: Die Gäste wurden mit Salaten, Brötchen und Wok-Gerichten verköstigt und liessen sich die mitgebrachten Grilladen schmecken. Den kulinarischen Höhepunkt bildete an beiden Abenden das Dessertbuffet. Am Donnerstagabend stand das Werk «Mr. May und das Flüstern der Ewigkeit» auf dem Programm, an dem das Publikum im Vorfeld grosses Interesse gezeigt hatte. Nach einer vielversprechenden Viertelstunde musste die Vorführung wegen eines überraschenden Gewitters abgebrochen werden.

Am zweiten Tag ohne Regen

«Der Goalie bin ig», die Verfilmung des Romans von Pedro Lenz, stand wettermässig unter einem besseren Stern. Die Leinwand war am Freitagmorgen gezügelt worden, so dass die Gäste während der Vorstellung in der Nachbarsscheune sitzen und weder Regen noch Kälte zu fürchten brauchten. Der Aufwand wäre jedoch nicht nötig gewesen; entgegen der Prognose fiel nämlich kein einziger Regentropfen, und es blieb warm. (pd)