Wer ist die Schönste im ganzen Fürstenland?

Anlässlich der sechsten Regionalschau Fürstenland wurde mit «Babeth» eine «Moiado»-Tochter aus dem Stall von OK-Präsident Walter Rhyner zur Miss Fürstenland gekürt. Rund 240 Tiere von knapp hundert Besitzern hatten sich der Wahl gestellt.

Christine Gregorin
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«Babeth» aus dem Stall von Walter Rhyner aus Hoffeld ist Miss Fürstenland 2013.

«Babeth» aus dem Stall von Walter Rhyner aus Hoffeld ist Miss Fürstenland 2013.

HENAU. «Auf diesen Tag hat das 14köpfige Organisationskomitee hingearbeitet. Das Interesse der zahlreich erschienenen Zuschauenden hat uns indes voll und ganz für unseren riesigen Aufwand belohnt», zog Walter Rhyner unmittelbar nach der Misswahl eine positive Bilanz.

Hohes Niveau in der Region

Dass es für ihn persönlich so gut aufgegangen ist, sieht er als Supplement. Aber auch als Bestätigung, auf dem richtigen Weg zu sein. Das züchterische Niveau in der Region Fürstenland dürfe mit Fug und Recht als hoch bezeichnet werden, die Spitze sei nahe beieinander. Daher bilde am Ende meist die aktuelle Tagesform eines Tieres und nicht zuletzt auch eine Portion Glück den ausschlaggebenden Schlüssel zum Erfolg, erklärte der OK-Präsident.

Letztlich hätten die Stärken und das Potenzial der braunen Kuh einmal mehr eindrücklich verdeutlicht werden können, erhalte sie in unserer Region doch zusehends Konkurrenz durch andere Rassen. Abschliessend betonte Rhyner, dass sein Dank an sämtliche in irgendeiner Weise Mithelfenden gehe, insbesondere an die Kolleginnen und Kollegen des OK. Die Infrastruktur auf dem Ryterland Gillhof in Henau habe sich als nahezu perfekt entpuppt, den Gastgebern gelte ebenfalls sein herzliches Dankeschön.

Stimmiges Gesamtpaket

Den Schauexperten Mario Fritsche aus Marbach und Christian Schneider aus Weisstannen war die anspruchsvolle Ehre zugekommen, die Rinder und die Kühe zu begutachten. Und die beiden Koryphäen zelebrierten diese Aufgabe in ihrem für Aussenstehende überaus amüsant anmutenden Fachjargon: Neben Breite, Tiefe und Länge waren eine schöne obere Linie, harmonisch plazierte Striche, die wunderbare Euterbodenhöhe, ein gutes Zentralband, der kompakte Rahmen, die optimale Sprunggelenkwinkelung, ein ebenes und funktionelles Becken und eine sehr gut verbundene Voreuterwand nur einige ihrer aussergewöhnlichen Beschreibungen.

Die Auftritte der in urchige Trachten gewandeten Jungzüchterinnen und Jungzüchter verdienten ihrerseits allesamt das Prädikat «allerliebst». Präsentierten sie ihre Kälber doch vorwiegend mit Hilfe von selbstgeschriebenen Gedichten oder Kinderliedern: Schlicht ein herzerwärmender Höhepunkt. Ein weiteres Glanzlicht vermochte zudem die sechs Generationen umfassende Kuhfamilie Sara von Hansruedi Rutz aus Wolfertswil zu setzen.

Die Schönsten im Fürstenland

Den Titel der Miss Schöneuter jüngere ergatterte sich «Sereina» von Armin Granwehr aus Zuzwil, jene bei den älteren «Julia» von Andreas Räss aus Andwil. Zur Miss Genetik wurde «Jatai» aus dem Stall von Hans-Jörg Meier aus Waldkirch gekürt. In der Kategorie Fitness-Star wird eine Kuh aufgrund von Fruchtbarkeit, Milchwert, Eutergesundheit, Persistenz und Milchproduktion bewertet, also sozusagen eine Kombinationssiegerin gewählt: Diese stammt heuer aus Niederwil, heisst «Piora» und gehört Daniel Stricker. Die beiden schönsten der anwesenden originalen Braunviecher werden «Kaethi» von Samuel Jäger aus Hoffeld und «Korea» von Josef Brunner aus St. Gallen gerufen. Und zu guter Letzt setzte sich «Babeth» von Walter Rhyner aus Hoffeld anlässlich der Wahl zur Miss Regionalschau Fürstenland 2013 gegen 22 Konkurrentinnen durch.

Keine und keiner zu klein, Jungzüchterin oder Jungzüchter zu sein. (Bilder: cg.)

Keine und keiner zu klein, Jungzüchterin oder Jungzüchter zu sein. (Bilder: cg.)

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