Wer im Cupfinal unbesiegt bleibt – und die NZZ rettet

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Als ob die Zahl 666 nicht schon sagenumwoben genug wäre – im biblischen Kontext steht sie für die Apokalypse, den Antichrist, das Ende der Welt –, so symbolisiert sie seit vergangenem Sonntag auch in Münchwilen einen tragischen Untergang. Für den amtierenden Münchwiler Schulpräsidenten läutete die dreifache Sechs tatsächlich den Tag des jüngsten Gerichtes ein. Denn mit genau 666 Stimmen stürzte ihn der Jüngling mit dem feuerroten Haar – Lukas Weinhappl – vom Thron. Ein göttliches Zeichen? Das Ende der Welt nicht mehr weit? Keineswegs. Denn wenigstens die Heirat mit dem Teufel konnte Noch-Präsident Thomas Wyser verhindern. Die Fusionspläne der Schul- und Politischen Gemeinde haben die Stimmbürger ins Fegefeuer geschickt. Damit bleibt der Titel der einzigen echten Thurgauer Einheitsgemeinde weiterhin der Nachbargemeinde Sirnach vorbehalten.

Christof Moser, ehemaliger Redaktor der «Schweiz am Sonntag» und Mitgründer des Medienprojekts «Republik», stellte sich im Kloster Fischingen den kritischen Fragen der gegen 150 anwesenden Journalisten der Tagblatt-Medien. An Provokationen liess es Moser nicht mangeln. So bekräftigte er, gegen die grossen Medienkonzerne antreten und zugleich die Demokratie retten zu wollen. Derweil beschäftigt sich Rouven Leuener, Projektleiter «Relaunch Markenportale» bei der NZZ-Mediengruppe, mit der Entwicklung neuer Produkte und damit dem Überleben des NZZ-Konzerns. «Tagblatt»-Chefredaktor Stefan Schmid schloss pragmatisch aus den Gesprächen mit den beiden: «Christof Moser rettet die Demokratie und Rouven Leuener uns.»

Der Mythos ist besiegt. Seit Donnerstag ist der FC Sion in Cupfinals nicht mehr unbesiegbar. Somit gibt es im Schweizer Fussball noch genau einen Club, dem das Gefühl einer Cupfinal-Niederlage fremd ist. Es ist ... der FC Wil. 1 Antritt, 1 Sieg. 2004 war’s, 3:2 gegen die Grasshoppers in Basel – unvergessen. Irgendwie passt es ins Bild, dass am Donnerstag mit Pa Modou ausgerechnet ein ehemaliger Wiler Spieler mit einem Fehler die Niederlage der Walliser eingeleitet hat. (red)

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