Wer die Konkurrenz heranzüchtet

Corinne Mathis aus Wilen und ihre Partnerin Kerstin Gellert aus Zug von cm-art/Wintiakro hatten in Wünnewil ihren Schweizer Meistertitel zu verteidigen. Obwohl eine Titelverteidigung immer schwierig ist, gelang das Unterfangen.

Urs Nobel
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Corinne Mathis (oben) und Kerstin Gellert haben es geschafft, den Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen. (Bild: Pascal Thaller)

Corinne Mathis (oben) und Kerstin Gellert haben es geschafft, den Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen. (Bild: Pascal Thaller)

AKRO-TURNEN. In Wünnewil-Flamatt im Kanton Freiburg wird in erster Linie der Sportart Hornussen gefrönt. Wünnewil beherbergt aber auch einen schönen Golfplatz und – wie könnte es anders sein – einen Fussballplatz, der direkt an die Schulanlage angrenzt. In der dortigen Sporthalle kämpften Corinne Mathis und ihre Partnerin Kerstin Gellert um den zweiten Gewinn des Meistertitels. Und er ist dem Duo gelungen.

Konkurrenz im eigenen Verein

So sicher waren die zwei Frauen zwar nicht, dass sie erneut gewinnen würden. Im Verlauf der vergangenen Monate haben sich etliche neue Akrobatikpaare gebildet, die einerseits jünger sind als Mathis/Gellert und von der körperlichen Konstellation Unterfrau-Oberfrau bessere Möglichkeiten haben als das Duo cm-art/Wintiakro. «Allein in unserem Verein haben zwei neue Paare mit Akroturnen zu zweit angefangen und werden von uns entsprechend unterstützt, damit sie Fortschritte erzielen können. Wir züchten unsere Konkurrenz somit selber heran», schmunzelt Corinne Mathis. Die beiden bestritten am Wochenende aber nicht nur zwei Auftritte an der Schweizer Meisterschaft, sondern je am Freitag, Samstag und Sonntag noch externe Show-Vorführungen.

An der Meisterschaft gingen die beiden Akro-Turnerinnen in ihrer Kategorie als erste mit ihrer Tempoübung an den Start. Im letzten Wettkampf hatten sie am Anfang ihrer Übung noch einen Patzer, den sie aber durch intensives Training vor der Schweizer Meisterschaft ohne Probleme standen und so eine fehlerfreie Übung auf die Matte zauberten.

Noten blieben geheim

Mit ihrer Paradedisziplin, der Balanceübung, gingen sie als letzte an den Start und zauberten Höchstschwierigkeiten aufs Parkett. Jedes Element gelang einwandfrei. Da die Wertungen nach den jeweiligen Auftritten nicht genannt wurden, wusste niemand so genau, wo er stand, und das machte es spannend und auch etwas mystisch bis zur Siegerehrung. Doch dann die grosse Erleichterung. Corinne Mathis und Kerstin Gellert sind erneut Schweizer Meister.

Weitere Informationen unter www.cm-art.ch