Wenn Rock 'n' Roll auf Weihnachten trifft

Das «Konzert im Advent» im Oberstufenzentrum Thurzelg begeisterte über 400 Zuhörerinnen und Zuhörer. Rockige Melodien und heisse Rhythmen bildeten einen willkommenen Kontrast zu den sonst üblichen Weihnachtsanlässen.

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Oberbüren. «Auch Wert auf die musikalische Förderung zu legen, gehört eben zu unserer OZ-Kultur», betonte der Schülerchorleiter Rolf Luder. Dass bei den Konzertvorbereitungen sowohl die Lernenden als auch die Lehrenden auf ihre Kosten kommen, versteht sich fast schon von selbst. Ansonsten würde der Aufwand, alle sechs Monate eine solche Musikveranstaltung auf die Beine zu stellen, kaum in Kauf genommen werden. Zuweilen verlangt diese musische Arbeit von den Verantwortlichen aber den Mut, das Unmögliche zu wagen und dabei ein Auge oder besser gesagt Ohr zuzudrücken.

Rockiges Repertoire

Fünfzig Sängerinnen und vier Sänger sowie zehn Instrumentalisten überraschten mit reichlich kollektiver Ausdruckskraft, enormem Stimmvolumen und vermochten das Publikum gleich von Beginn weg mitzureissen. Ein Beispiel dafür war «Bad Case of Loving You» von Robert Palmer, das den Lichthof so richtig rocken liess. Neben dem ausgezeichneten Gesamteindruck von Schülerchor und -band faszinierten insbesondere die beherzten Soloauftritte. Dank Liveübertragung per Grossleinwand war hier die eine oder andere Nahaufnahme auch bis in die hinterste Sitzreihe zu sehen.

Von Höhepunkt zu Höhepunkt

Die Technik schien keine Lust zu haben, ein italienisches Playback abzuspielen, und streikte kurzerhand. So fasste sich Solistin Sandra ein Herz und sang ihr Canzone «In Assenza di Te» von Laura Pausini sozusagen a cappella. Dadurch kam ihre Stimme sogar noch besser zur Geltung, und prompt erntete sie tosenden Szenenapplaus für ihren mutigen Auftritt. Ein weiteres Glanzlicht vermochte Liana mit «Angel» von The Kelly Family zu setzen. Ihre gefühlvolle Begleitung am Flügel unterstrich die Schönheit ihrer Stimme und liess die Konzertbesucher fast andächtig lauschen.

Auf besonderen Wunsch der Chorsängerinnen war zudem – in Gedenken an Steve Lee – der «Gotthard»-Song «Heaven» eingeübt worden. Und auch diese Interpretation des kompletten Schülerchors fand beim Publikum grosses Gefallen.

Verdienter Lohn für harte Arbeit

Der langanhaltende Schlussapplaus wurde auf der Bühne mit strahlendem Lächeln entgegengenommen – war er doch der verdiente Lohn für die vielen, seit Mitte August ins Proben investierten Zusatzstunden. «Es ist schön, zeigen zu dürfen, was wir können», konstatierte eine Gruppe von Sängerinnen unmittelbar nach dem Konzert. Sie sehen Auftritt und Applaus als Belohnung und Anerkennung für ihre Ausdauer und Willenskraft, mit der sie ihrer Leidenschaft für die Musik frönen. «Es macht einfach Spass, auf der Bühne zu stehen, ich könnte ewig weitersingen», zeigte sich eine Solistin überzeugt und erklärte, dass sie sich auch nach Konzertende noch völlig energiegeladen fühle.

«Super gsi», lobten Chorleiter Rolf Luder und «Donmax» Egelhofer, der Leiter der Schülerband, ihre Schützlinge ebenfalls einhellig und zeigten sich überaus stolz und zufrieden mit dem Verlauf des Konzerts. (cg.)

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