Wenn im Sommer Wolldecken nötig sind

Steuern haben wenige Freunde. Auch Bruno Jäger, Verwaltungsratspräsident der Lindengut-Garage in Wil, ist kritisch. «Der Bund hat im Jahr 2011 fast 9,5 Milliarden Franken an Strassen- und Autosteuern eingenommen», rechnete er an einem Impuls-Apéro des Jung-Unternehmer-Zentrums vor.

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Steuern haben wenige Freunde. Auch Bruno Jäger, Verwaltungsratspräsident der Lindengut-Garage in Wil, ist kritisch. «Der Bund hat im Jahr 2011 fast 9,5 Milliarden Franken an Strassen- und Autosteuern eingenommen», rechnete er an einem Impuls-Apéro des Jung-Unternehmer-Zentrums vor. «Aber nur gerade 2,89 Milliarden fliessen in Strassenaufgaben», beklagte er. Und legte dar: «Vier Milliarden fliessen in die allgemeine Bundeskasse, knapp zwei Milliarden in den öV und eine halbe Milliarde in die Kantonskassen. Und wer bezahlt's?»

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Was in aller Welt hat der Masseur Matthias Gähwiler mit den zwei Militärwolldecken im Sinn, fragten sich nicht nur die Spieler des FC Sirnach anlässlich der Partie gegen den FC Freienbach. Auch die Zuschauer waren einigermassen irritiert, zeigte doch das Thermometer fast 30 Grad an. Zudem durfte nicht davon ausgegangen werden, dass es Verletzte geben würde, die mit den Wolldecken zugedeckt werden müssten. Die Antwort auf all die Fragen war dann aber schnell gefunden. Gähwiler benützte die beiden Wolldecken als Schattenspender für die Ersatzspieler, auf dass diese von einem möglichen Sonnenstich verschont blieben.

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Heute schliesst das Parkbad an der Murg. Bademeister René Nägele ist seit 20 Jahren dort Bademeister und hat einiges erlebt. Nebst einem Unfall, bei dem fast jemand gestorben wäre, gibt es auch schöne Anekdoten, die er nicht mehr vergessen wird. Einige Badegäste glauben nämlich, der Bademeister sei «Mann für alles». So wurde Nägele einst von einem Badegast gefragt: «Wann heizen sie die Grillstelle ein?» – Nägele konnte sich die zynische Antwort darauf nicht verkneifen: «Wann soll denn Ihre Wurst fertig gegrillt sein?»

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An der Neuzuzügerbegrüssung in Uzwil sagte Gemeindepräsident Lucas Keel, Uzwil sei in vielen Dingen durchschnittlich und diene deshalb bei Abstimmungen als Referenzgemeinde. Was die Gemeindeverwaltung den neuen Einwohnern geboten hat, ist indes alles andere als durchschnittlich. Die Begrüssung umfasste einen informativen Rundgang sowie ein feines Abendessen, gespickt mit Unterhaltungsprogramm und Wettbewerb. (red.)