Weniger Rückstau als erwartet

WIL. Am 16. März wurde mit dem Bau der Kreisel bei den Kreuzungen Wilfeld und Freudenau an der Georg-Renner-Strasse begonnen. Laut Projektleiter Manfred Huber liegen die Arbeiten im Zeitplan und die Verkehrsregelung läuft rund.

Kristian Filipovic
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Trotz des Baus zweier Kreisel bei den Kreuzungen Wilfeld und Freudenau fliesst der Verkehr am Nachmittag meist ohne Probleme. (Bild: Kristian Filipovic)

Trotz des Baus zweier Kreisel bei den Kreuzungen Wilfeld und Freudenau fliesst der Verkehr am Nachmittag meist ohne Probleme. (Bild: Kristian Filipovic)

Die Georg-Renner-Strasse verbindet die Stadt Wil mit dem Toggenburg und ist eine entsprechend wichtige Verkehrsachse. Wegen des starken Verkehrs bilden sich besonders zu Stosszeiten bei der Lipo-Kreuzung Staus von mehreren hundert Metern Länge. Der tägliche Durchschnittsverkehr (DTV) beläuft sich bei der Lichtsignalanlage auf gegen 25 000 Fahrzeuge. Um den Engpass zu beseitigen, baut der Kanton die beiden Lipo-Knoten – die Kreuzung Wilfeld und die Kreuzung Freudenau – jeweils zu einem Kreisel um. Die Bauarbeiten begannen vor gut zwei Monaten.

Rückstau geringer als erwartet

Laut Projektleiter Manfred Huber vom Tiefbauamt St. Gallen verlaufen die Bauarbeiten nach Plan und seien gut in der Zeit. Die Arbeiten werden unter Verkehr erledigt. «Bisher haben wir keine grösseren Probleme mit dem Verkehr. Alles läuft rund. Wir sind uns aber bewusst, dass auch Zeitspannen kommen könnten, wo es anders ist», sagt Huber. «Was den Rückstau betrifft, ist dieser bisher eher geringer als erwartet», ergänzt er.

Fertigstellung Ende 2016

In den nächsten Tagen soll die erste Bauphase abgeschlossen sein. Danach beginnt die zweite Etappe: Der Bau der Betonfahrbahn am Kreisel Wilfeld. Das Aussergewöhnliche bei den beiden Kreiseln ist die Realisierung eines Bypasses, quasi einer Extrafahrbahn am Rand des Kreisels. Wer beispielsweise vom Toggenburg her kommend auf der Georg-Renner-Strasse nach Wil will, muss den Kreisel beim Möbelhaus Lipo nicht direkt befahren, sondern kann ihn auf der Bypass-Spur seitlich passieren. Das sorgt für einen besseren Verkehrsfluss. Gemäss Huber sollen die Kreisel im Herbst 2016 gebaut sein. Die Fertigstellungsarbeiten dauern bis Ende 2016. Die Deckschichtarbeiten werden 2017 ausgeführt. Kapazitätsanpassungen erfahren auch die Verbindungsstrasse zwischen den beiden Kreuzungen und der Kreisel Sonnmatt. Beim Kreisel Sonnmatt (bei McDonald's) wird eine überbreite Fahrbahn eingebaut. Der Ausbau soll laut Huber noch dieses Jahr erfolgen.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 8,9 Millionen Franken, die vom Kanton übernommen werden. Auf die Stadt Wil entfallen 40 000 Franken für die Verlängerung des Radwegs auf der Flawilerstrasse gegen Norden.

Manfred Huber Projektleiter, Tiefbauamt Kanton St. Gallen (Bild: ph)

Manfred Huber Projektleiter, Tiefbauamt Kanton St. Gallen (Bild: ph)