Weniger kann mehr sein

Die meisten 2.-Liga-Clubs trainieren dreimal in der Woche. Tobel-Affeltrangen genügen zwei Übungseinheiten, die Wiler U20 steht täglich im Einsatz.

Urs Nobel
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FUSSBALL. Wenn es nach den Trainern ginge, so hätten sie gerne ihre Mannschaft wie Tamas Tiefenbach vom FC Wil U20 täglich im Training. Doch dafür geben sich die Fussballer heute kaum mehr her. Ihnen ist ihr Hobby zwar wichtig, doch zählen bei ihnen auch noch andere Werte. Der FC Wil U20 hat es zwar – bis und mit letzter Saison – vorgemacht. Viel Training bringt auch den gewünschten Erfolg in den Meisterschaftsspielen. Derzeit trifft diese Aussage aber nicht zu, die jungen Wiler treten etwas an Ort. Im Gegensatz dazu zeigt der FC Tobel-Affeltrangen, dass weniger auch mehr sein kann. Die Mannschaft trainiert gegenwärtig noch zweimal in der Woche. Gut möglich aber, dass die Hinterthurgauer spätestens im Frühjahr noch eine Einheit mehr machen, um die aktuell gute Tabellenlage halten zu können. Beide genannten Mannschaften stehen am Wochenende wieder im Einsatz. Beide Teams stehen vor grösseren Herausforderungen.

Amriswil – Tobel-Affeltrangen

Vier Siege und erst eine – zu allem auch noch eine unnötige – Niederlage verzeichnet der FC Tobel-Affeltrangen vor der Auswärtspartie von morgen Samstag um 16 Uhr. Die Tobler dürfen somit nicht davon ausgehen, dass sie unterschätzt werden. Vom FC Amriswil schon gar nicht, zumal sich diese beiden Mannschaften vergangenes Jahr im Cup gegenüberstanden und das damalige höher klassierte Amriswil nahe am Ausscheiden stand. Beide Mannschaften belegen auch in der Fairnesstabelle Spitzenplätze und beide Trainer sind bestrebt, dass ihre Mannschaften offensiv auftreten. Nicht so offensiv zwar, dass man dem Gegner ins offene Messer läuft. Aber es darf doch davon ausgegangen werden, dass dieses Spiel den Erwartungen an ein Spitzenspiel gerecht wird.

FC Wil U20 – FC Wängi

Obwohl der FC Wil U20 zurzeit «nur» Rang 5 in der Tabelle belegt, wird er sich in seinem Heimspiel vom Sonntag um 10.30 Uhr vor dem Tabellenführer FC Wängi nicht verstecken. Die Wiler werden wie in jedem ihrer bisherigen Spiele das Spieldiktat übernehmen und den Erfolg anstreben. Man wünscht der jungen Mannschaft von Trainer Tamas Tiefenbach, dass ihr das Wettkampfglück beisteht, denn eine erste Saisonniederlage des FC Wängi würde wieder zu einem interessanten Zusammenschluss an der Tabellenspitze führen.

FC Fortuna – FC Bazenheid

An die Tabellenspitze möchte auch der FC Bazenheid, der morgen Samstag um 16.30 Uhr auswärts auf den FC Fortuna trifft. Auf dem Platz, wo seinerzeit die Idee des Bazenheider Cups entstanden ist. Der FC Bazenheid ist trotz Auswärtseinsatz zu favorisieren, denn beim FC Fortuna scheint die grosse Aufstiegseuphorie bereits zu Ende und der Alltag eingekehrt zu sein. Jedenfalls präsentiert sich der St. Galler Quartierklub nicht mehr so überzeugend wie noch in den beiden Saisonstartspielen. Bazenheids Trainer Urs Bischofberger wird die Qual der Wahl haben, wem aus seinem grossen Kader er den Vorzug für die Startelf geben will. Eine Aufgabe, die nicht immer einfach ist und viel Fingerspitzengefühl vom Übungsleiter verlangt.

FC Sirnach – FC Altstätten

Wenn Schiedsrichter Hofer am Sonntag um 14 Uhr zur Partie FC Sirnach – FC Altstätten anpfeift, dann treffen zwei Teams aufeinander, die sich wahrscheinlich ziemlich ebenbürtig sind. Für Sirnach dürfte jedoch sprechen, dass ihr Gegner über eine ziemlich löchrige Abwehr verfügt. Mit 21 Treffern haben die Rheintaler zusammen mit dem FC Schaan bisher am meisten Tore einkassiert. Für den FC Sirnach könnte zudem sprechen, dass im Sturm mit Michael Hürlimann ein alter Bekannter auf dem Kett aufläuft. Hürlimann hat sich entschlossen, die Zelte beim SC Brühl abzubrechen und sich wieder dem FC Sirnach zuzuwenden. Dieser wiederum hat gerne Hand zu einem Übertritt geboten.

3. Liga, Gruppe 4

Es gibt keine Favoriten in den Begegnungen der Teams in der 3. Liga, Gruppe 4. Aber es gibt interessantere und andere Partien. Als interessant gewertet werden darf die Begegnung zwischen dem FC Kirchberg und dem FC Münchwilen. Dieses Spiel findet morgen Samstag auf der Sonnmatt um 18 Uhr statt. Gleichentags und zur selben Zeit trifft der FC Flawil auf den SC Aadorf. Das ambitionierte Team aus dem Untertoggenburg gegen die «Wundertüte» aus dem Hinterthurgau. Am Sonntag um 14 Uhr will auf der Rüti Henau gegen Bütschwil die ersten Punkte holen. Wenn da nur der Uzwiler Herbstmarkt nicht als Spielverderber auftritt.