Weltklassemusiker aus Spanien

Die Orgelbaufirma Späth lädt am nächsten Wochenende zu besonderen Konzerten in Niederbüren und Neu St. Johann ein. Zu Gast ist das Ensemble Ministriles de Marsias.

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NIEDERBÜREN. Dass die Konzerte in der katholischen Kirche in Niederbüren und in der Klosterkirche in Neu St. Johann stattfinden, ist kein Zufall. Denn in diesen Kirchen stehen «herausragende Orgeln aus unserer Firma. Und diese schönen Orte wollten wir einem breiteren Publikum, das sich sowohl aus unseren Kunden als auch aus Klassikliebhabern zusammensetzt, wieder einmal präsentieren», sagt Carmen Späth, Geschäftsführerin von Späth Orgelbau aus Rüti ZH.

Die Instrumente sind nicht der einzige Grund, welchen den Familienbetrieb dazu bewogen hat, die Spanier in den Kanton St. Gallen zu holen. Vielmehr sind Javier Artigas, José Luis Gonzales (beide an Kammerorgeln), Paco Rubio (Kornett), Joaquino Guerra (Zink), Simeon Galduf (Posaune) und Fernando Sanchez (Dulzian) vielen hiesigen Musikliebhabern seit ihrem begeisternden Auftritt im 2012 in der St. Galler Kirche St.Laurenzen in guter Erinnerung, als sie beim «Forum Alte Musik» ein eindrückliches Konzert gaben.

Tochterfirma in Spanien

Die Orgelbau Späth AG pflegt seit den 1990er-Jahren gute Geschäftsbeziehungen auf der Iberischen Halbinsel, gründete doch das in der dritten Generation geführte Familienunternehmen dort eine eigene Tochterfirma. Somit ist dieses Engagement eine gute Gelegenheit, «um einerseits Dankeschön zu sagen und anderseits, um wieder einmal wunderbare Musik live zu hören, die in unseren Breitengraden nur selten gespielt wird», sagt Carmen Späth.

Das Programm ist nicht nur speziell – es wird fast ausschliesslich Musik aus der spanischen und italienischen Renaissance gespielt –, sondern auch sehr hörenswert. Vorgetragen werden musikalische Pretiosen und Miniaturen von Antonio de Cabezon, Antonio Soler, A. Martin y Coll, Francisco Tejada und Fabrizio Caroso. Oder wie es der Countertenor Alexander Seidel, der als Solist am Konzert mitwirkt, poetisch umschreibt: «Ihre Ohren werden Augen machen.»

Geistliche Musik

Alexander Seidel wird geistliche Konzerte von Heinrich Schütz und Claudio Monteverdi singen. Dass es sich bei Schütz um keinen Südeuropäer, sondern um einen Thüringer handelt, ist für ihn interessant, denn «der junge Heinrich Schütz hat drei Jahre in Venedig bei Giovanni Gabrieli studiert, ist also von der italienischen Renaissance nachhaltig geprägt worden.» (art)