WEITSICHT: FDP stellt Weichen für die Zukunft

Am Politstammtisch diskutieren Mitglieder der FDP über die Zukunft von Flawil. Mit ihrer Vision Flawil 2030 wollen sie eine aktive Rolle in der Gestaltung des Dorfes übernehmen.

Gianni Amstutz
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Nach den Vorstellungen der FDP Flawil sollen die Schnellverkehrszüge auch im Jahr 2030 noch in Flawil halten. (Bild: Gianni Amstutz)

Nach den Vorstellungen der FDP Flawil sollen die Schnellverkehrszüge auch im Jahr 2030 noch in Flawil halten. (Bild: Gianni Amstutz)

Gianni Amstutz

gianni.amstutz@wilerzeitung.ch

«Jede Gemeinde muss sich Gedanken über ihre Zukunft machen», sagt Roland Roos, Präsident der FDP Flawil. Die Ortspartei will dabei eine aktive Rolle übernehmen. «Wir möchten unsere und die Ideen aus der Bevölkerung in die Zukunftsgestaltung unserer Gemeinde mit einbringen», sagt er. An ihrer Hauptversammlung veranstaltete die FDP Flawil deshalb ein Brainstorming zur Frage, in welche Richtung sich Flawil in den kommenden Jahren entwickeln soll.

Flawil soll gut vernetzt bleiben

Am FDP-Politstammtisch wurden die Zukunftsvorstellungen für Flawil von den Vertreterinnen und Vertretern der Partei ein weiteres Mal besprochen sowie neue Ideen erarbeitet. Zu den erklärten Zielen des Projekts Flawil 2030 gehören unter anderem die Erhaltung einer guten Anbindung an den öffentlichen Verkehr sowie der Fortbestand der eigenen Poststelle.

Die Fusion mit einer anderen Gemeinde stehe bei der FDP hingegen nicht mehr zur Debatte, erklärt Roos. «Flawil soll auch noch im Jahr 2030 ein eigenständiges, gut vernetztes Dorf sein.» Bei der Zusammenarbeit mit den umliegenden Gemeinden sieht er jedoch Verbesserungspotenzial. «Wir sind der Meinung, dass die Kooperation intensiviert werden kann und soll. Ein Zusammenschluss ist dafür jedoch nicht nötig.» Auch so könnten beispielsweise die Werkhöfe verschiedener Gemeinden zusammengelegt werden, findet Roos.

Attraktiven Wohnraum schaffen

Einen weiteren Punkt, den die FDP im Rahmen von «Flawil 2030» formuliert hat, betrifft die Optimierung der Wohnquartiere. «Der Wohnraum und die Infrastruktur müssen aufgewertet werden», sagt der FDP-Präsident. Dadurch könne sichergestellt werden, dass Flawil sich in der Region gut positioniere und das Wohnen in der Gemeinde attraktiv bleibe. Insbesondere die Weiterentwicklung des Stickereiviertels hat die FDP dabei ins Auge gefasst.

Als Kritik an der Arbeit des Gemeinderates soll die Vision Flawil 2030 indessen nicht verstanden werden. «Die Ideen, die wir erarbeitet haben, sind auch als Stärkung von bereits laufenden Prozessen angedacht.» Als Beispiel nennt Roos die Sanierung der Wiler- und St. Galler­strasse, bei welcher die FDP den Gemeinderat in der Umsetzung unterstützen will. Noch sind die Vorhaben der FDP aber erst Zukunftsmusik. «Wir sind immer noch in der Phase der Ideenfindung», sagt der Präsident der Ortspartei. Pläne, wie diese Ideen im Detail umgesetzt werden sollen, gebe es noch keine. In den kommenden Monaten wird man sich innerhalb der Partei mit der Ausarbeitung eines Konzeptes beschäftigen. Sobald dieses steht, wird die FDP ihre Vision für «Flawil 2030» der Öffentlichkeit und den anderen Ortsparteien präsentieren, um gemeinsam die Zukunft der Gemeinde in Angriff zu nehmen.