Weitere Varianten sind im Spiel

Die Machbarkeitsstudie für den Neubau einer Mehrzweckhalle und einer Schulraumerweiterung bei der Primarschule Sonnenhof wurde um zwei weitere Varianten ergänzt. Eine davon reichte der Turnverein Kirchberg ein.

Ursula Ammann
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Die Sportvereine erachten eine Mehrzweckhalle mit einer grösseren Turnhalle (16 mal 28 Meter) als notwendig. Etwa für Unihockeymatchs. Der Gemeinderat bevorzugte die Varianten mit einer kleineren Turnhallengrösse. Der Ball liegt nun wieder bei den Architekten. (Bild: Themenbild: sb)

Die Sportvereine erachten eine Mehrzweckhalle mit einer grösseren Turnhalle (16 mal 28 Meter) als notwendig. Etwa für Unihockeymatchs. Der Gemeinderat bevorzugte die Varianten mit einer kleineren Turnhallengrösse. Der Ball liegt nun wieder bei den Architekten. (Bild: Themenbild: sb)

KIRCHBERG. «Wir haben das Ei des Kolumbus noch nicht gefunden. Es ist noch alles offen», sagte Christoph Häne gleich zu Beginn der 6. Saalkonferenz vom Donnerstagabend. Vertreter der Behörden, der Parteien, der Vereine und der Dörfer hatten sich im Toggenburgerhof eingefunden, um die seit kurzem vorliegende Machbarkeitsstudie «Gemeindesaal und Erweiterung Schulanlage Sonnenhof» zu diskutieren.

Die Machbarkeitsstudie umfasst mehrere Varianten für den Neubau einer Mehrzweckhalle und die Erweiterung des Schulraums auf dem Sonnenhofareal. Zwei dieser Varianten hat der Gemeinderat in einer Vorprüfung favorisiert (unsere Zeitung berichtete). Beide basieren auf einer Turnhallengrösse von 12mal 24 Meter, was der Gemeinderat gegenüber jenen Varianten mit einer Turnhallengrösse von 16mal 28 Meter bevorzugt. Einerseits aus Kostengründen, andererseits, weil der Bau im Kontext zu den anderen Häusern nicht zu massig ausfallen soll.

Grössere Halle ist ein Bedürfnis

Nun sei der Zeitpunkt, Meinungen und Vorschläge auf den Tisch zu bringen und diese auszudiskutieren, betonte Häne an der Saalkonferenz. Und dazu kam es dann auch. Seitens der sporttreibenden Vereine ist eine grössere Halle (16mal 28 Meter) ein dringendes Bedürfnis. Etwa für die Austragung von Unihockey- oder Volleyballmatchs. Zudem werde diese Norm bei Spielen von Verbänden sogar vorausgesetzt, lautete eine weitere Argumentation. Der Turnverein hat deshalb eine zusätzliche Variante eingereicht. Diese sieht im Mehrzweckgebäude eine Turnhalle von 16mal 28 Meter vor. Die Masse beziehungsweise der Grundriss der Mehrzweckhalle soll aber in etwa gleich sein wie bei den vom Gemeinderat bevorzugten Varianten, die mit einer Turnhalle von 12mal 24 Meter rechnen. Sprich: Zugunsten einer grösseren Halle fallen die anderen Räume etwas kleiner aus oder werden in der Nutzung optimiert.

Auf ein vergleichbares Niveau

Nach gedanklichem Herumschieben von Baukörpern und dem Abwägen von Vor- und Nachteilen kam die Versammlung schliesslich zu einem Beschluss. Die Variante des Turnvereins soll im Rahmen der Machbarkeitsstudie so weit «verfeinert» werden, dass sie Vergleiche zu den anderen Varianten zulässt. Etwa in Bezug auf die Kosten. Das Gleiche geschieht mit einem weiteren Vorschlag, der im Vorfeld der Saalkonferenz eingereicht worden ist. Dieser sieht vor, die Saallösung bei der Turnhalle des Oberstufenzentrums Lerchenfeld zu realisieren. Obwohl an der Saalkonferenz vom November 2013 beschlossen worden war, der Bau einer künftigen Mehrzweckhalle sei auf dem Gebiet der Primarschule Sonnenhof zu vollziehen, soll auch diese Variante nochmals geprüft und deshalb konzeptionell auf das Level der anderen Varianten gebracht werden. Damit liegt nun der Ball wieder bei den Architekturbüros Kuster Kuster & Partner, St. Gallen, sowie Germann & Partner Wil. Sie sind mit der Ausarbeitung der Machbarkeitsstudie betraut worden.

Den Puls spüren

Noch dieses Jahr ist eine 7. Saalkonferenz geplant. Diese befasst sich dann mit der Bewertung aller Varianten, eventuell im Rahmen einer Nutzwertanalyse. Sobald die Saalkonferenz zu einer gemeinsamen Haltung gefunden hat, steht eine öffentliche Informationsveranstaltung an. Um den Puls der Bevölkerung zu spüren, ist gemäss Christoph Häne auch eine Konsultativabstimmung ein möglicher Schritt.

Informationen und Unterlagen zur Saalbauthematik (inklusive Machbarkeitsstudie) sind auf www.kirchberg.ch abrufbar.

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