Weitere herbe Enttäuschung für Kirchberg

FUSSBALL. Mit dem SC Schwyz trafen die Kirchberger Fussballerinnen auf einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Ligaerhalt. Sinnbildlich für die ganze Saison gelang ihnen auch an diesem Abend kein Exploit.

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FUSSBALL. Mit dem SC Schwyz trafen die Kirchberger Fussballerinnen auf einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Ligaerhalt. Sinnbildlich für die ganze Saison gelang ihnen auch an diesem Abend kein Exploit. Sie verloren mit 0:3 und können den Verbleib in der Nationalliga B nur noch durch ein grosses Wunder schaffen, zumal sich auch der mitgefährdete AS Gambarogno gegen Thun durchzusetzen vermochte.

Kaum Durchsetzungsvermögen

Den Schwyzerinnen war es offenbar von Beginn an bewusster, dass dieses Aufeinandertreffen vorentscheidend für den Klassenerhalt sein würde. In den Zweikämpfen agierten sie konsequenter und machten mehr Druck nach vorne. Dadurch erarbeiteten sie sich in den ersten zehn Minuten einige Grosschancen und liessen die Kirchberger Defensive schwach aussehen. Die Toggenburgerinnen vermochten sich zwar etwas aufzufangen und kreierten ihrerseits gute Möglichkeiten. Mit gepflegtem Fussball hatten die Aktionen jedoch wenig zu tun. Das nasse und unebene Terrain war schwer bespielbar. Das Heimteam agierte daher vorwiegend mit langen Bällen auf die Spitzen. Der SC Schwyz wiederum lancierte immer wieder seine schnellen Flügelspielerinnen, welche sich jeweils gut in Szene zu setzen vermochten. In der 29. Minute machten sie sich individuelle Fehler in der Defensivarbeit des Heimteams zunutze und gingen in Führung. Dieser Treffer verlieh ihnen zwar Oberwasser. Trotzdem gelang ihnen bis zur Pause kein weiterer Treffer mehr.

Klare Sache

In der Vergangenheit verpassten die Kirchbergerinnen oft die Startphase der zweiten Halbzeit. So auch dieses Mal. Nach zehn Minuten erhöhten die Gäste mittels einer starken Einzelleistung auf 2:0. Obwohl sie das Tempo in der Folge etwas aus dem Spiel nahmen, war die Özdemir-Elf beinahe nur noch mit Defensivarbeit beschäftigt. Die Hoffnung auf einen Sieg schwand zusehends. Kirchberg agierte zu überhastet und verpasste es, Ruhe in ihr Spiel zu bringen und von hinten sauber aufzubauen. Einige schöne Passkombinationen gab es zwar noch zu verzeichnen. Vor dem Tor versagten jedoch die Nerven. Auf der Gegenseite funktionierte es besser. In der 77. Minute entschied das Gastteam die Partie mit dem dritten Treffer endgültig. Nicht nur Jasmin Germann wusste: «Diese Niederlage könnte uns den Ligaerhalt kosten.» Der FC Kirchberg verbleibt nun mit fünf Punkten auf dem letzten Platz, muss auf Ausrutscher des Gegners hoffen und darf sich in den verbleibenden drei Partien keine Niederlage mehr erlauben. (bep)

FC Kirchberg: Samira Heeb; Sandra Dal Molin (82. Nadine Scherrer), Seraina Ruckstuhl, Jasmin Germann, Angela Baumli (82. Alisha Owassapian); Tamara Gerber, Sereina Gemperle, Bettina Peter, Adriana Forrer (68. Julia Baumann); Laura Geering, Manuela Beerli.

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