Weiter zu wenige Schiedsrichter

Die Delegiertenversammlung des Handball-Regionalverbandes Ost stand im Zeichen zahlreicher Veränderungen. Geblieben sind allerdings die Sorgen über fehlende Schiedsrichter. Auch Bussen haben zu keiner Trendwende geführt.

Fritz Bischoff
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HANDBALL. Der Mangel an Schiedsrichtern ist seit Jahren ein leidiges Problem. Wohl wird diesem Umstand mit immer neuen Reglementen in den verschiedensten Formen und Bussen an die fehlbaren Vereine versucht, entgegenzuwirken. So konnte bisher ein mehr oder weniger geordneter Spielbetrieb aufrechterhalten werden. Trotzdem konnten in den vergangenen zwei Saisons nicht mehr alle Begegnungen mit ausgebildeten Verbands-Schiedsrichtern abgedeckt werden, so dass sich die Vereine in einzelnen Ligen selber mit Breiten-Schiedsrichtern behelfen mussten.

Der Regionalverband Ost hätte auf die kommende Meisterschaft 2012/2013 gerne mit einer neuen Idee einen neuen Versuch gestartet. Doch dieser Testballon ist nun an der DV in Krummenau zerplatzt.

Vorschläge abgelehnt

Das wäre einer der Vorschläge gewesen. Vereine, welche die Stellungspflicht an Schiedsrichtern nicht erfüllen, erhalten die Möglichkeit, künftig ein Vollpensum auf Teilpensen aufzuteilen. So hätten beispielsweise zehn verschiedene Personen ein Pensum von 20 Spielen unter sich aufteilen können. Nach einem Kurs an einem Abend wären diese Personen berechtigt gewesen, Heimspiele ihres Vereins vom Nachwuchsbereich bis zur 2. Liga im Zweimann-System zu leiten. Im Minimum wären zwei Partien zu leiten gewesen, wobei nach jedem Spiel von den Teams eine schriftliche Bewertung des Versuchs erwartet wurde. Die neue Massnahme erwies sich nun als vorerst nicht durchführbar.

Ebenfalls angedacht war die Überlegung, ob künftig Vereine, die den Reglementen folgend zu viele Schiedsrichter stellen, im Rahmen eines Bonus-Malus-Systems finanziell für ihr «Überangebot» belohnt werden. Aufzubringen wären die zusätzlichen finanziellen Mittel von jenen Vereinen, die zu wenig Refs stellen. Klar ist dem Verband, dass auch künftig auf langfristig ausgebildete Schiedsrichter nicht verzichtet werden kann, ist doch die Region das Reservoir für Spitzenschiedsrichter in nationalen Ligen.

Namhafte Änderungen

Die Delegiertenversammlung des Regionalverbandes Ost stand im Zeichen zahlreicher Veränderungen. So wurde das Verbandsjahr neu auf das Kalenderjahr festgesetzt und damit vom saisonalen Meisterschaftsbetrieb entkoppelt. Die Jahresrechnung schloss mit einem kleinen Plus von 2300 Franken ab. Grosse Mutationen ergaben sich im siebenköpfigen Vorstand, traten doch mit Roman Buff (Schaffhausen), Daniel Zöllig (Wattwil) und Fritz Bischoff (St. Gallen) gleich drei Mitglieder zurück. Bischoff wurde für seine 41jährige Arbeit im Verband zum Ehrenmitglied ernannt und Zöllig für seine 27jährige Arbeit.

Neu in den Vorstand wurden Bruno Höhner (Finanzen, Teufen) und Olivier Gretler (Spielbetrieb, Winterthur) gewählt. Präsident bleibt Patrick Münger.

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