Weiter in Abstiegsgefahr

RiWi kann seine Tabellensituation nicht verbessern. In seiner Heimrunde unterlagen die Hinterthurgauer Oberentfelden und Diepoldsau trotz guter Leistung.

Herbert Brägger
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Philipp Jung kam zu etlichen guten Schlägen, die auch zu Punkten für sein Team führten. (Bild: Urs Nobel)

Philipp Jung kam zu etlichen guten Schlägen, die auch zu Punkten für sein Team führten. (Bild: Urs Nobel)

FAUSTBALL. Zur zweitletzten Runde in der Qualifikation, der ersten nach der Sommerpause, wollte RiWi seinen Heimvorteil nutzen. Das viertplazierte Oberentfelden und vor allem der souveräne Leader aus Wigoltingen waren aber offensichtlich nicht bereit, den Plan des Gastgebers zu unterstützen.

Erste Chance vergeben

Die Partie gegen Oberentfelden begann enttäuschend. Ein zwischenzeitlich unkonzentrierter Auftritt endete schnell mit einer ernüchternden 2:11-Schlappe. Stark war aber, wie sich das RiWi-Team sofort auffangen konnte. Eine tolle Leistung führte über ein 11:7 zum vielumjubelten Satzausgleich. Nun war die Hoffnung zurück, und der Gastgeber konnte sein Spiel weiterziehen. Die Vorteile im nächsten Abschnitt reichten aber nicht bis ganz zum Schluss. Ein paar kleine Fehler in der Overtime führten zum knappen Satzverlust im dritten Umgang. Unbeeindruckt sah RiWi die Chancen immer noch auf seiner Seite. Gleich verlief dann aber auch der vierte Spielabschnitt, den RiWi wieder nach der Verlängerung abgeben musste.

Der Leader war zu abgeklärt

Die erste Chance wurde vergeben, nun sollte nach dem Willen der Gastgeber Leader Wigoltingen Federn lassen. Erneut war aber Nervosität nach Spielbeginn vorhanden, die dazu führte, dass der Startsatz wieder klar an den Gegner ging. Einmal mehr konnte RiWi reagieren, lag immer leicht im Vorteil, bis sich nach dem 11:10 die Klasse des Gegners durchsetzen konnte und er auf 2:0 wegzog. Der dritte Abschnitt war dann nur noch Zugabe. Der Favorit zog sein Spiel durch, und der Aussenseiter war nicht mehr in der Lage, wirkungsvoll dagegen zu halten.

Abstiegssituation unverändert

Da sich die Tabellensituation nach diesen beiden Niederlagen nicht verbessert, aber glücklicherweise durch die Nullrunden der beiden Konkurrenten im Gefahrenbereich auch nicht verschlechtert hat, war RiWi-Trainer Benjamin Meile nicht von der Leistung, aber von den Resultaten her enttäuscht. In seinem Statement überwog aber trotzdem die Freude: «Der Auftritt des gesamten Teams war für mich in Ordnung. Das Team hat gekämpft, konnte negative Phasen wegstecken und es fehlte am Schluss nur wenig zum Erfolg.»

Entscheidung fällt am Samstag

RiWi liegt nun immer noch auf dem achten Rang, was die Teilnahme an der NLA/NLB-Relegationsrunde bedeuten würde. Der Rückstand auf den ligaerhaltenden siebenten Rang beträgt zwei Zähler, gleich viel wie der Vorsprung auf den direkten Abstiegsplatz. Das Minimalziel in der letzten Runde muss deshalb heissen, in die Relegationsrunde zu kommen. Dafür wäre von Vorteil, zwei Punkte zu gewinnen.

RiWi: Philipp Jung, Daniel Baumgartner, Cyrill Mettler, Silvan Jung, Pascal Holenstein, Jonas Holenstein, Christian Stäbler, Jonas Hess, Benno Hess; Trainer/Coach: Benjamin Meile