Weihnachten mit dem Chor zu St.Nikolaus

WIL. Am 24. Dezember singt der Chor zu St.Nikolaus die Pastoralmesse von Colin Mawby. Zusammen mit Solisten und dem Orchesterverein wird am 25. Dezember die «Jubelmesse» vorgetragen.

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In der Mitternachtsmesse vom 24. Dezember um 23 Uhr in der Stadtkirche in Wil singt der Chor die «Pastoralmesse» von Colin Mawby für Chor, Instrumente und Orgel. Die Solopartien werden von choreigenen Solisten gesungen. Der Chor steht unter der Leitung von Kurt Pius Koller.

Bekannt mit «Der Freischütz»

Am 25. Dezember, am Weihnachtssonntag, ertönt im Festgottesdienst um 10.30 Uhr die «Jubelmesse» von Carl M. v. Weber für grosses Orchester, Chor, Soli und Orgel. Der erste grosse deutsche Romantiker unter den Tonsetzern, Carl M. v. Weber, hat insgesamt dreimal die katholische Messe vertont. Musikgeschichtlich unsterblich ist Weber in seinem kurzen Leben durch die Oper «Der Freischütz» geworden, die als Beginn und Inbegriff der deutschen Romantik noch heute allgegenwärtig ist.

Herausforderung Schlusspunkt

Die «Jubelmesse» wurde in der katholischen Hofkirche in Dresden am 17. Januar 1819 uraufgeführt. Dem festlichen Anlass entsprechend wurde durch ein Feuerwerk von Koloraturen am Schluss des Glorias dem Jubel sinnbildhaften Ausdruck gegeben. Sie sind eine Herausforderung für jede Sopranistin, auch heute noch. Bei der Uraufführung sang der berühmte Kastrat Sassaroli die Partie. Weil dieser Gesangsstar zur Verfügung stand, komponierte Weber zusätzlich auf Wunsch Seiner Majestät ein Schlussjubelgesang, Gloria et Honore, welcher auch in der diesjährigen Wiler Weihnachtsmesse den Schlusspunkt setzt. Zur Kommunion erklingt das Adagio aus Webers berühmtem Klarinettenkonzert in f-Moll. Am Stephanstag, 26. Dezember, singt ein Ensemble des Chores um 10 Uhr in Bronschhofen nochmals die Pastoralmesse von Colin Mawby. (pd)

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