Weihnachten im Stall gefeiert

Kinder und Erwachsene erlebten im Stall der Familie Forster im Schlatt eine berührende Weihnachtsfeier. Organisiert wurde der Anlass von der Evangelischen Kirchgemeinde Oberuzwil-Jonschwil.

Annelies Seelhofer-Brunner
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Jeder Platz im Stall war besetzt. Die Kinder sassen auf Strohballen und die Erwachsenen auf Festbänken.

Jeder Platz im Stall war besetzt. Die Kinder sassen auf Strohballen und die Erwachsenen auf Festbänken.

OBERUZWIL. Die Verantwortlichen der Evangelischen Kirchgemeinde Oberuzwil-Jonschwil hatten keinen Aufwand gescheut, um Kinder und Erwachsene mit einer berührenden Weihnachtsfeier im Stall der Familie Forster im Schlatt zu beschenken. Vermutlich gab es an der Feier Kinder, welche noch kaum je einer Kuh so nahe gekommen waren wie hier. Dank elektronischer Verstärkung verstanden die vielen Besucher bis zuhinterst jedes Wort.

Es gibt wohl wenige Orte in der Gemeinde, wo der Platz für so viele Leute ausreichend wäre. Forsters Scheune aber hat diesen, und der Landwirt stellte ihn auch zur Verfügung. Dank dem Einsatz von Handwerkern und anderen Freiwilligen wurde der Anlass möglich. Nach der Feier gab es draussen heissen Punsch und Guezli.

Moderne Weihnachtslieder

Im Religionsunterricht hatten die Kinder moderne Weihnachtslieder eingeübt. Begleitet wurden sie von Christian Schneebeli am Keyboard, Pfarrer René Schärer an der E-Gitarre und zudem von vier Jugendlichen. Zwei Mädchen sangen solistisch, eines spielte dazu Geige. Den musikalischen Schwung unterstützte ein junger Bursche auf dem Cachon.

Singend verkündeten die Oberuzwiler Kinder anstelle einer Predigt, was den Sinn von Weihnachten ausmacht. Jesus ist das grösste Geschenk für Christen. Sie sind aufgerufen, sich für Liebe und Menschlichkeit, aber auch für die Hoffnung einzusetzen. Und Frieden soll es geben für alle Menschen auf der Welt.

Jugendliche der Oberstufe führten ein passendes Weihnachtsstück auf. Es ging um einen kleinen Hirten, der unbedingt das Jesuskind beschenken wollte. Unterwegs kamen ihm aber alle Geschenke abhanden, weil er ein weiches Herz hatte.

Schmelzendes Räuberherz

Ein hungriger Räuber wollte den kleinen Hirten ausrauben. Doch der Hirte schenkte ihm Brot und Schinken und musste darum ganz ohne Gaben vor den kleinen Gottessohn treten. Maria und das Kind lächelten nur darüber. Das brachte selbst das Räuberherz zum Schmelzen. So viel Liebe hatte der Mann noch nie erlebt. Pfarrer René Schärer betete für einsame und kranke Menschen und solche auf der Flucht vor Krieg und Elend. Danach entliess er die Festgemeinde zusammen mit Brigitte Heule mit einem ermutigenden Segen.

Kirchenpräsidentin Lisa Alder bedankte sich bei Petra und Willi Forster mit einem Blumengruss für das Gastrecht, Brigitte Heule ihrerseits bei allen Mitmachenden. Für die meisten Kinder war diese Feier ein besonderes Erlebnis, welches hoffentlich noch lange nachhallen wird.

Der Räuber hatte die Weihnachtsbotschaft begriffen und wandelte sich zu einem guten Hirten. (Bilder: Annelies Seelhofer-Brunner)

Der Räuber hatte die Weihnachtsbotschaft begriffen und wandelte sich zu einem guten Hirten. (Bilder: Annelies Seelhofer-Brunner)

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