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Wegen Lärm an der Hofchilbi: Altstadtbewohner machen kein Fass auf

Nach dem J&B-Fest klagten Anwohner über Lärm, der sie die ganze Nacht wachhielt. Bei der Hofchilbi sind dem OK in den vergangenen Jahren keine Beschwerden gemeldet worden. Vielmehr sorgen Wildpinkler für Ärger bei Veranstaltern und Anwohnern.
Gianni Amstutz
Zu Hunderten werden am Samstag Besucher in Festlaune den Wiler Hofplatz in Beschlag nehmen. (Bild: PD)

Zu Hunderten werden am Samstag Besucher in Festlaune den Wiler Hofplatz in Beschlag nehmen. (Bild: PD)

Nur zwei Wochen nach dem J&B-Strassenfest steigt in Wil am Samstag bereits die nächste Party unter freiem Himmel: die traditionelle Hofchilbi in der Altstadt. Wieder werden feierfreudige Wiler und Auswärtige die Nacht zum Tag verwandeln. Was nicht alle erfreuen dürfte. Nach dem J&B-Strassenfest meldeten sich verärgerte Anwohner bei den «Wiler Nachrichten». Sie störten sich über den Lärm, der ihnen bis tief in die Nacht das Schlafen verunmöglicht habe.

Da stellt sich im Hinblick auf die Hofchilbi die Frage, ob und wie man hier eine Lösung mit den Alstadtbewohnern erreicht hat. Schliesslich sind diese nicht gerade dafür bekannt, ihren Schlaf für Feste oder anderweitige lärmverursachende Aktivitäten und Angebote in Altstadtnähe bereitwillig zu opfern. Das Rock am Weier und die Snackbar Altstadtgarten (das geplante Gastronomieangebot auf der Weierwiese) lassen grüssen.

Aufräumarbeiten bis 6 Uhr morgens

Roman Rutz, Präsident vom KTV Wil, das den Anlass organisiert, sagt auf Anfrage, dass man bei der Stadt eine Ausnahmebewilligung beantragt habe, welche das Feiern bis 2 Uhr morgens erlaube. Dann müssten die Partygäste nach Hause geschickt und der Platz geräumt werden. Um Mitternacht werde zudem die Musik leiser gedreht. «An diese Vorgaben halten wir uns selbstverständlich», sagt Rutz.

Allerdings gesteht er ein, dass es wegen der Aufräumarbeiten, die bis 6 Uhr morgens abgeschlossen sein müssten, wie eine weitere Auflage der Stadt vorschreibt, nach zwei Uhr noch laut sein könne. Auch wenn man sich natürlich Mühe gebe, dabei so wenig Lärm wie möglich zu verursachen. Soweit also die rechtliche Situation, welche sich ziemlich eindeutig präsentiert.

Doch wie geht man mit Anwohnern um, die sich trotzdem in ihrer Nachtruhe gestört fühlen? Bislang habe man keine negativen Rückmeldungen oder Beschwerden erhalten, sagt OK-Präsident Rico Kreis. Die Altstadtbewohner machten also sprichwörtlich kein Fass auf, wenn es um die Hofchilbi geht, bei der Bierfässer im Zentrum stehen. Man informiere die Anwohner jeweils vor der Hofchilbi, dass der Anlass stattfinde, entschuldige sich dabei bereits im Voraus für allfällige Lärmimmissionen und bitte um Verständnis.

Eine über 40-jährige Tradition

Kreis hat mehrere mögliche Erklärungen, wieso es bisher zu keinerlei Beschwerden in Zusammenhang mit der Hofchilbi kam. So weise das Fest eine lange, über 40-jährige Tradition auf. Dadurch bestehe seitens Anwohner und Stadt eine grössere Akzeptanz. «Eine neue, ähnliche Feier in der Altstadt zu etablieren, wäre sicher fast unmöglich.»

Als weiteren Punkt nennt der OK-Präsident, dass es sich bei der Hofchilbi um eine eintägige Veranstaltung handle. Nach rund 20 Stunden, Auf- und Abbau eingerechnet, hinterlasse man den Hofplatz wieder in seinem alten Zustand. Das ermögliche Anwohnern, die sich am Lärm stören, dem Fest auszuweichen. Mirco Kreis habe persönlich von mehreren Personen gehört, dass sie am Abend der Hofchilbi jeweils einen weiten Bogen um die Stadt machen. Dabei spiele den Veranstaltern sicher der Umstand in die Karten, dass das Fest während der Hauptferienzeit stattfinde.

Auch Roman Rutz sind keine Beschwerden über Lärm während der Hofchilbi bekannt. Ebenso wenig sei es seines Wissens in der Vergangenheit zu Gewalt gekommen. Vor einigen Jahren habe jemand Böller gezündet, bei Ausgabe im vergangenen Sommer ein anderer einen Hydrant aufgedreht. Solche Vorfälle seien zwar ärgerlich, aber die Sicherheitskräfte hätten in beiden Fällen rasch eingreifen können, sagt Rutz. Was ihn ebenfalls stört, sind Leute, die sich im Freien «entleeren». Sei es nun ihre Blase oder ihren Magen. Bei einem Fest dieser Grössenordnung sei dies jedoch leider fast nicht zu verhindern, bedauert Rutz.

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