Wegen Coronavirus: Wiler Turnier «Weltklasse Eishockey» findet dieses Jahr nicht statt

Der EC Wil hat das in der Eishockeyszene beliebte Vorbereitungsturnier auf nächstes Jahr verschieben müssen. Besonders bitter: Mit den ZSC Lions, dem HC Davos, den Schwenninger Wild Wings und Bars Kasan hätten die Verantwortlichen ein illustres Teilnehmerfeld präsentiert.

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Captain Andres Ambühl und der HC Davos können ihr Tempo-Eishockey nicht wie einst geplant im Wiler Bergholz zeigen.

Captain Andres Ambühl und der HC Davos können ihr Tempo-Eishockey nicht wie einst geplant im Wiler Bergholz zeigen.

Bild: Laurent Gillieron/Keystone (Lausanne, 28. September 2019)

(pd/tm) Lange durften die Anhänger des EC Wil hoffen. Doch nun herrscht Gewissheit: Der Verein musste das Vorbereitungsturnier «Weltklasse Eishockey» um ein Jahr verschieben, wie der Verein am Donnerstagmorgen mitteilte. «Die Lockungen rund um Covid-19 haben uns wie auch viele sportbegeisterte Fans natürlich gefreut», wird Präsident Roger Dietschweiler zitiert. Doch:

«Die noch immer bestehenden Vorschriften, Hygienemassnahmen und Abstandsregeln sowie die Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, ist für uns ein zu grosses wie auch finanzielles Risiko.»

Besonders bitter: Christian Herzog, OK-Chef von «Weltklasse Eishockey», und Präsident Dietschweiler gelang es, ein hochkarätiges Teilnehmerfeld zu präsentieren. Wie im vergangnen Jahr wären die ZSC Lions auch diesen August dabei gewesen. Als zweites Schweizer Team hätte der HC Davos teilgenommen, der unter Trainer Christian Wohlwend wieder zu alter Stärke gefunden hat. Die zwei Teams aus dem Ausland wären die Schwenninger Wild Wings aus Deutschland und das russische Team Bars Kasan gewesen.

Ziel des EC Wil: 2021 das gleiche Teilnehmerfeld zu präsentieren

Insbesondere mit Kasan gelang dem EC Wil ein Coup, holte das KHL-Team doch in der wegen des Coronavirus abgebrochenen Saison 2019/2020 mit 93 am zweitmeisten Punkte in der Qualifikation. Herzog hatte bereits im vergangenen August betont, dass sie 2020 ein KHL-Team präsentieren möchten.

Durch die Absage sei der Arbeitsaufwand nicht weniger geworden, sagt Dietschweiler weiter: «Wir versuchen nun dieselben Mannschaften für die nächste Ausgabe zu gewinnen und hoffen, dass uns nächstes Jahr nichts ausbremst.» Das wäre eine schöne Geschichte, feiert der EC Wil dann doch sein 140-Jahr-Jubiläum.

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