Wegen Coronakrise: Wiler Stadtrat unterstützt lokale Gastronomie

Im Rahmen ihrer Möglichkeiten verzichtet die Stadt auf das Erheben von Gebühren.

Gianni Amstutz
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Bereits seit Mai können die Aussenflächen von Gastrobetrieben unentgeltlich erweitert werden.

Bereits seit Mai können die Aussenflächen von Gastrobetrieben unentgeltlich erweitert werden.

Bild: Benjamin Manser

In einer Anfrage wollte Stadtparlamentarier Michael Sarbach (Grüne Prowil) vom Stadtrat wissen, ob dieser bereit dazu sei, wegen der Coronakrise auf die Erhebung von Gebühren von Gastronomiebetrieben zu verzichten. Nun liegt die Antwort des Stadtrats vor.

Zumindest in Ansätzen will der Stadtrat dem Anliegen von Sarbach nachkommen beziehungsweise er hat das bereits getan. Die Patentgebühren werden jedoch nicht erlassen. Dies, weil sie in der Regel nur alle fünf Jahre oder bei Neueröffnungen fällig werden.

Da davon nur wenige Gastronomiebetriebe profitieren würden, hat der Stadtrat eine andere Lösung ins Auge gefasst. So werden aufgrund der aktuellen Situation 26'000 Franken ins Budget 2021 aufgenommen, die als Gebührenerlass der Patentgebühren den rund 130 Gastronomiebetrieben zugutekommen sollen. Dies entspricht einem Beitrag von 200 Franken je Gastrobetrieb und wird den Betrieben direkt ausbezahlt.

Nur Hälfte der Gebühren für Nutzung öffentlichen Grundes

Zudem wurde bereits im Mai die Ausdehnung der Gartenwirtschaft auf öffentlichem Grund unentgeltlich erlaubt. Dies, um den Gastrobetrieben die Einhaltung der Abstandsregeln zu erleichtern.

Für die ordentliche Nutzung des öffentlichen Grundes sind die Gebühren noch nicht in Rechnung gestellt. Statt den neun Betrieben mit einer Gartenwirtschaft auf öffentlichem Grund die ordentlichen Gebühren von insgesamt rund 15'000 Franken zu verrechnen, werden im Oktober lediglich 50 Prozent der Gebühren in Rechnung gestellt.

Der Erlass kann mit der Nichtnutzung im April und Mai begründet werden. Zudem trügen die Gartenwirtschaften zur Attraktivität der Fussgängerzone und der Altstadt bei. Der Stadtrat sei sich bewusst, dass die Gastronomie in der schwierigen Situation um jede Unterstützung froh ist.