Wegen Bergholz weniger Badegäste

Das Hallenbad in Bütschwil ist ein attraktives Betätigungsfeld – vor allem in den Wintermonaten. Im vergangenen Jahr musste ein Rückgang bei den Besucherzahlen verzeichnet werden. Man vermutet, dass die Einbusse mit der Eröffnung des Hallenbades in Wil zusammenhängt.

Beatrice Bollhalder
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Nicht nur dank der 76 Meter langen Wasserrutschbahn kommen die Kinder gern ins regionale Hallenbad. (Bild: pd)

Nicht nur dank der 76 Meter langen Wasserrutschbahn kommen die Kinder gern ins regionale Hallenbad. (Bild: pd)

BÜTSCHWIL/WIL. «Macht Werbung, geht selber hin, und empfehlt unser Hallenbad Freunden und Bekannten», so der Aufruf von Gemeindepräsident Karl Brändle, der gleichzeitig Präsident des Verwaltungsrates des Zweckverbandes Hallenbad Bütschwil ist. «Jedes Kind sollte möglichst früh schwimmen lernen. Damit können Ertrinkungsunfälle – das ist die zweithäufigste nicht natürliche Todesursache bei Kindern – verhindert werden. Schwimmen macht ausserdem Spass und hält gesund.»

Rückgang bei den Eintritten

Am Mittwochabend trafen sich die Delegierten des Zweckverbandes, dem die Gemeinden Bütschwil-Ganterschwil, Mosnang, Lütisburg und Oberhelfenschwil angehören, im Restaurant Löwen in Kengelbach zur jährlichen Versammlung. Dabei wurden die Rechnung 2014 und das Budget 2015 ohne Gegenstimmen gutgeheissen. «Das Hallenbad ist nach wie vor attraktiv, obwohl wir im vergangenen Jahr weniger Eintritte verzeichnen konnten», erklärte Karl Brändle. Vor allem in den Wintermonaten wäre das Hallenbad auch für Vereine ein ideales Betätigungsfeld, meint er. Man hat damit gerechnet, dass das neue Hallenbad in Wil auf die Rechnung Auswirkungen haben wird, und hat im vergangenen Jahr auch entsprechend vorsichtig budgetiert. Es versteht sich, dass jeder die «Badi» in Wil einmal testen will. Zudem ist es verständlich, wenn die Schulen aus dem Umkreis von Wil heute die kürzere Anfahrt vorziehen. Allerdings nehmen einige Klassen beispielsweise aus Kirchberg nach wie vor den Weg nach Bütschwil in Kauf. Das spricht für das funktionierende Umfeld und die gute Betreuung des Hallenbad-Teams in der «Breite».

Musik und Wasserballett

Ein grosses Spektakel war der Auftritt des Toggenburger Orchesters im Hallenbad Breite. Zusammen mit den Limmat-Nixen Zürich, die ein Wasserballett aufführten, konnten die Musikerinnen und Musiker im Mai nahezu 1500 Zuschauer begeistern.

Erneut wurde die Sommerpause für die Revision benutzt, dabei sind am Ausgleichsbecken noch Garantiearbeiten ausgeführt worden. Durch die Versicherung wurde der Schaden gedeckt, der beim Brand eines Haarföhns entstanden ist. Die Abdeckung im Eingangsbereich sowie der Teppich sind dabei zu Schaden gekommen.

Aus Sicherheitsgründen ist von Fachleuten eine Lecksicherung empfohlen worden. Diese wurde nötig, weil rund 2000 Liter Salzsäure für die Chloraufbereitung gelagert werden. Die jeweiligen Kontrollen in Bad und Café sind immer ohne Beanstandungen abgeschlossen worden. Für die umsichtige Leitung des ganzen Betriebes bedankte sich Karl Brändle bei Markus Ragaz, der schon seit vielen Jahren mit viel Engagement dafür sorgt, dass sich jeder Badegast wohl fühlt. Beim Personal gab es im vergangenen Jahr erfreulicherweise keine Veränderungen. Martin Keller konnte sein 15-Jahr-Arbeitsjubiläum feiern.

Akustikanlage erneuern

Die laufende Rechnung schliesst mit einem Aufwandüberschuss von 5500 Franken ab. Auch das Sportcafé, das als Spezialfinanzierung in der Hallenbad-Rechnung geführt wird, weist wegen eines verminderten Ertrages bei Café und Kiosk einen um 6700 Franken höheren Aufwandüberschuss auf. Da zur Deckung der Aufwandüberschüsse Bezüge aus dem Eigenkapital respektive der Spezialfinanzierung nötig geworden sind, sind diese entsprechend geschrumpft.

Die im vergangenen Jahr geplante Investition im Kostenrahmen von 31 000 Franken für Filter-/Wassertechnik und Beckenreiniger wurde noch nicht getätigt. Die beiden Investitionen sind aber zusammen mit einer neuen Akustikanlage, die sich auf 14 000 Franken beläuft, im laufenden Jahr vorgesehen. Dank einer moderaten Erhöhung der Eintrittspreise, sie gilt nach der Sommerrevision, präsentiert der Zweckverband ein ausgeglichenes Budget für das Jahr 2015. Die Preise im Sportcafé werden ebenfalls massvoll angepasst.

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