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WECHSEL: Mit einem liberalen Geist

Markus Fust, Inhaber der Schreinerei Fust, übernimmt das Präsidium der Arbeitgebervereinigung Wil. Er ersetzt Bruno Jäger. Fust möchte einen Schwerpunkt bei der Berufslehre setzen und liberale Werte stärken.
Philipp Haag
Der neue Arbeitgeberpräsident Markus Fust im Gewölbekeller des «Hof zu Wil». (Bild: Philipp Haag)

Der neue Arbeitgeberpräsident Markus Fust im Gewölbekeller des «Hof zu Wil». (Bild: Philipp Haag)

Philipp Haag

philipp.haag@wilerzeitung.ch

Einen liberalen Geist, wirtschaftliche Interessen und die Berufslehre: Dies sind drei Stichworte, die Markus Fust in seiner Amtszeit als Präsident der Arbeitgebervereinigung (AGV) Region Wil stark gewichten möchte. Der 51-jährige Inhaber der Schreinerei Fust war an der 75. Generalversammlung vom Dienstagabend zum Nachfolger von Bruno Jäger gewählt worden. Fust, der seit fünf Jahren im AGV-Vorstand mitwirkt, möchte vor allem beim dualen Bildungssystem einen Schwerpunkt setzen. Damit knüpft der Unternehmer nahtlos beim Anliegen seines Vorgängers an. Jäger sagte, als er kurz auf das jährlich in Wil stattfindende Lehrstellenforum einging, dass die Berufslehre notwendig sei, um hochqualifizierte Berufsleute auszubilden. Es sei an der Zeit, «dass die Berufslehre in der Gesellschaft diejenige Stellung erhält», die sie verdiene.

Treffen mit der Stadtregierung

Eine Delegation des AGV so- wie des Wiler Gewerbevereins (GVW) traf sich im vergangenen Jahr mit dem Stadtrat. Themen waren die Bewilligungsgebühren, der Verkehr und die Toggenbur­gerstrasse. Dabei betonte die AGV/GVW-Delegation gegenüber dem Stadtrat, dass eine Sanierung der Toggenburgerstrasse und der Einbau von einschränkenden Massnahmen nur Sinn mache, «wenn die Umfahrung von Wil gebaut wird», wie Jäger sagte. Über die Politik, respektive den Staat, äusserte sich Jäger enttäuscht: Die Staatsquote steige, die Gesetzesflut nehme stetig zu und der Spielraum für die Unternehmer werde laufend enger. «Die Rahmenbedingungen für die Schweizer Firmen müssen verbessert werden», sagte Jäger. Gegenüber der Energiestrategie 2050 des Bundes – das Stimmvolk befindet am 21. Mai über das Energiegesetz – ist Jäger kritisch eingestellt. «Sie wird in eine Sackgasse führen.» Eine Rechtsunsicherheit werde entstehen, was ein Nachteil für den Produktionsstandort Schweiz darstelle.

Dass die Betriebe vor einer digitalen Herausforderung stehen, welche sie in den nächsten Jahren stark fordern wird, verhehlte Jäger nicht. Er ist überzeugt, dass die KMU dank deren Anpassungsfähigkeit die Herausforderungen meistern werden. Welche Cybergefahren durch die Digitalisierung und durch das Internet auf die Firmen lauern, darauf ging Max Klaus von der Melde- und Analysestelle Informationssicherung «Melani» des Bundes ein. Deren Auftrag ist der Schutz der kritischen Infrastrukturen in der Schweiz.

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