WECHSEL: Er will lange Bergholz-Chef bleiben

Am 1. Mai übernimmt der 38-jährige Marcel Schneller die operative Leitung der Wiler Sportanlagen. Zuvor führte er unter anderem den Atzmännig. Im Interview äussert er sich zu den Parallelen der beiden Betriebe.

Simon Dudle
Drucken
Teilen

Marcel Schneller, Sie wohnen in Goldingen. Wie gut kennen Sie das Bergholz?

Bisher vor allem als Gast. In Wattwil aufgewachsen, habe ich früher etliche Samstage in der alten Eishalle beim «Chneblen» verbracht und ab und zu Spiele des EC Wil und auch des FC Wil besucht. Mit der Familie war ich schon im Hallenbad, und als Hobby-Eishockeyaner habe ich in der neuen Eishalle einige Matches bestritten.

Sie haben in einer früheren Funktion den Atzmännig geführt. Sehen Sie Parallelen zum Sportpark Bergholz?

Ja, die gibt es. Bei beiden Betrieben hat die Witterungsabhängigkeit wesentlichen Einfluss auf Ergebnis und Organisation. ­Flexibilität ist daher bei beiden Betrieben eine Grundvoraus­setzung. Auch die stetige Bemühung, Kundenorientierung, Qualität und Sicherheit auf einem hohen Level zu halten, sind beiderorts wichtig.

Was reizt Sie an der Aufgabe, Geschäftsführer im Bergholz zu sein?

Ich würde mich als Macher-Typen bezeichnen. Ich gestalte gerne, packe die Dinge an, im Kleinen wie im Grossen, will bewegen und stelle mich gerne Herausforderungen auf verschiedensten Ebenen. Dass ich dies nun zusammen mit einem Team und als sportbegeisterte Person in diesem Umfeld angehen kann, motiviert mich zusätzlich.

Ihre Vorgängerin, Kathrin Weber, geht nach knapp vier Jahren. Wie lange bleiben Sie?

Ich sehe dieses Engagement langfristiger Natur. Aus meiner Erfahrung braucht es auch eine gewisse Zeit und Stetigkeit, um Veränderungen anzugehen.

Mit dem FC Wil ist ein wichtiger Player des Bergholz angeschlagen. Was würde ein Konkurs des Fussballclubs für das Bergholz bedeuten?

Stand heute masse ich mir noch nicht an, bereits Aussagen zu aktuellen Themen und Herausforderungen im Bergholz zu machen. Ich will zuerst möglichst tief in alle Bereiche und Abläufe reinsehen und spüren, was gut läuft und wo Handlungsbedarf besteht.

Simon Dudle

simon.dudle@wilerzeitung.ch