Wasserkorporation schliesst sich der Dorfkorporation an

NIEDERWIL. Bereits vor neun Jahren wurden Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss der Wasserkorporation Schollrüti-Spitzrüti und der Dorfkorporation Niederwil geführt. Doch die Verantwortlichen der Wasserkorporation hatten ihre Hausaufgaben noch nicht gemacht.

Zita Meienhofer
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NIEDERWIL. Bereits vor neun Jahren wurden Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss der Wasserkorporation Schollrüti-Spitzrüti und der Dorfkorporation Niederwil geführt. Doch die Verantwortlichen der Wasserkorporation hatten ihre Hausaufgaben noch nicht gemacht. Nun sind sie so weit: Die Wasserkorporation präsentiert eine ausgeglichene Rechnung ohne Schulden und ein intaktes Leitungsnetz. «Noch bis Ende Jahr», sagte Patrick Stahl an der Bürgerversammlung, «bleibt uns Zeit, alles in Stand zu stellen, damit für die neuen Eigentümer keine Kosten aus den Altlasten entstehen.»

Schacht ersetzt Reservoir

So wird auf die Übernahme des Reservoirs Schollrüti verzichtet, da die Unterhaltskosten als zu hoch eingeschätzt werden und es zudem mit einer Fernwartsteuerung hätte ausgerüstet werden müssen. Das Reservoir soll bis Ende Jahr zurückgebaut und an seiner Stelle ein Druckreduzierschacht erstellt werden. Die Dorfkorporation beteiligt sich am Einbau dieses Schachtes mit 10 000 Franken. Laut Peter Bruhin, Präsident der Dorfkorporation Niederwil, haben die Mitglieder der Wasserkorporation dem Antrag bereits zugestimmt. Das taten die 44 anwesenden Stimmberechtigten der Dorfkorporation Niederwil am Dienstagabend ebenfalls. Anfang 2015 wird der Zusammenschluss rechtskräftig.

Rechnung 2013 mit Gewinn

Die Rechnung 2013 schliesst mit einem Gewinn von 156 666 Franken besser ab als erwartet. Im Budget rechnete der Verwaltungsrat mit einem Defizit von 242 100 Franken. Das Eigenkapital beläuft sich nun auf 1,5 Millionen Franken. Die Besserstellung resultiert aus den deutlich geringeren Kosten für den Unterhalt des Leitungsnetzes. Zudem fallen die Direktabschreibungen gegenüber dem Budget tiefer aus, da die Neuerschliessung Büelen und die Investition in die Ringleitung Moosstrasse im Jahr 2013 nicht erfolgt sind.

Im Budget 2014 wird ein Defizit von 251 100 Franken erwartet. Mehrkosten wird voraussichtlich die Datenübernahme in die neue Abrechnungssoftware verursachen, zudem wurden die Erträge aus dem Wasserverkauf tiefer budgetiert, da im Korporationsgebiet Käsereien ihren Betrieb aufgegeben haben.