Wasser sparen wie 2003

In Wolfertswil wird das Quellwasser knapp. Dies aufgrund des trockenen Sommers. Die für die Wasserversorgung zuständige Dorfkorporation fordert die Bewohner zum Wassersparen auf.

Andrea Häusler
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Das in einem Waldstück verborgene Reservoir der Dorfkorporation im Gebiet Baldenwil oberhalb von Wolfertswil. (Bild: Andrea Häusler)

Das in einem Waldstück verborgene Reservoir der Dorfkorporation im Gebiet Baldenwil oberhalb von Wolfertswil. (Bild: Andrea Häusler)

WOLFERTSWIL. Dramatisch sei die Situation in keiner Weise, und die Versorgung der Bevölkerung mit Trink- und Brauchwasser sei zu jeder Zeit gewährleistet, sagt der verantwortliche Wasserchef, Stefan Bernhard, auf Anfrage. Denn das Leitungsnetz des Dorfes hänge nicht ausschliesslich an den Quellfassungen. «Jederzeit», beschwichtigt Bernhard, «kann Wasser der Wasserversorgung Degersheim zugeführt werden, wofür wir auch dankbar sind.» Im Gebiet der Kreuzstrasse träfen die Leitungsnetze von Flawil, Degersheim und Wolfertswil zusammen und sicherten die Belieferung des gesamten Versorgungsgebiets.

Mit Wasser Kosten sparen

Derzeit werde dem Wolfertswiler Quellwasser konstant in sehr geringer Menge Degersheimer Wasser beigefügt. Allerdings ist dieses nicht gratis. Die Dorfkorporation Wolfertswil muss die zusätzlich nötigen Mengen zukaufen. Deshalb wurde die Bevölkerung schriftlich dazu angehalten, bewusster und sparsamer mit dem Wasser umzugehen.

Die Dorfkorporation Wolfertswil fasst die Quellen in den Gebieten Baldenwil und Hermeli. Laut Wasserchef Stefan Bernhard deckt die Leistung der Quellen üblicherweise den Wasserbedarf, den er mit rund 27 000 Kubikmeter pro Jahr beziffert.

Letztmals vor zwölf Jahren

Dass deren Leistung für die Versorgung des Dorfes Wolfertswils zu gering ist, komme äusserst selten vor. «Letztmals waren wir im Jahr 2003 in dieser Situation», erinnert sich Bernhard. Der Rekordsommer von damals habe, wie der heurige, extrem lange Trockenperioden beschert.