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Waschhaus beim Wohnheim Bisacht erlebt Renaissance

Mit dem Neubau beim Wohnheim Bisacht in Bichwil lebt das alte Waschhaus wieder auf. Wenn auch nur äusserlich. Im Inneren wurden ein Lädeli für den Verkauf der Artikel aus der Kreativwerkstatt sowie ein Aufenthaltsraum geschaffen.
Andrea Häusler
Beim Wiederaufbau wurde darauf geachtet, dass der traditionelle Stil, der die Hofsiedlung prägt, beibehalten wird.

Beim Wiederaufbau wurde darauf geachtet, dass der traditionelle Stil, der die Hofsiedlung prägt, beibehalten wird.


Noch sticht es ins Auge, das «Waschhaus», das keines mehr ist. In der kupfernen Schornsteinverkleidung spiegelt sich die Sonne, und hell wirkt das gespaltete Schindelholz. Die Witterung wird dem Ersatzbau ganz allmählich den Glanz den Neuen nehmen, ihm wieder jenen Charakter verleihen, der ihn zum integrierenden Bestandteil der Hofsiedlung am Fusse des Wildbergs macht. Zu einem Nebengebäude des bäuerlich anmutenden Gutsbetriebs, in dessen Zentrum ein 300 Jahre altes Toggenburgerhaus steht, das einst als Waisenhaus und später als Bürgerheim mit angeschlossenem Landwirtschaftsbetrieb diente.

Heute ist in der Liegenschaft, die der Gemeinde Oberuzwil gehört, eine Wohngemeinschaft eingemietet, die 19 Plätze für jüngere und ältere Menschen bietet. Deren Ziel ist es, die Bewohner in ihrer Selbstständigkeit und Selbstbestimmung, unter Beachtung ihrer individuellen Lebensgeschichte, zu fördern und ihnen ein familiäres, geschütztes Zuhause zu bieten. Beschäftigungsmöglichkeiten werden auch in der «Bisacht-Werkstatt» geboten. Hier konnten stets auch Dekorationsartikel fürs Haus und Garten erworben werden.

Renovation war nicht mehr möglich

Renovation war nicht mehr möglich Nun hat der «Verkaufslädeli» disloziert: in den Neubau, der das alte Waschhaus ersetzt. Dieser wurde am Mittwochabend offiziell eingeweiht. Mit einem Ausblick, aber auch Rückblick auf die Vorgeschichte, die bereits in den Jahren 1993/94 begonnen hatte. Schon damals, als das Wohnheim einer umfassenden Sanierung unterzogen wurde, waren der bauliche Zustand des Waschhauses und der ausgewiesene Renovationsbedarf bekannt. Allerdings habe für Massnahmen das Geld gefehlt, sagte Gemeindepräsident Cornel Egger an der Einweihungsfeier.

Als das Thema Waschhaus vor rund vier Jahren konkret angepackt und eine entsprechende Studie in Auftrag gegeben wurde, folgte die grosse Ernüchterung: Eine Renovation kam nicht in Frage, da das Fundament inzwischen weitgehend zerstört war. Es blieb die Option, das alte Waschhaus abzubrechen und von Grund auf neu zu errichten.

Das allerdings war leichter gesagt als getan. «Kurz nach der Eingabe meldete sich die Denkmalpflege mit dem etwas absurden Einwand, das Wäschehüsli dürfe nicht abgebrochen werden, weil der Kamin doch so schön sei», erinnerte sich Cornel Egger. Nach einigem hin und her habe man jedoch eine Lösung finden können: «Das baufällige Wäschehüsli» wurde zum Abbruch freigegeben.»

Über Spezialfinanzierung abgerechnet

Dieser erfolgte im Herbst vergangenen Jahres. Unverzüglich wurde hernach mit dem Neubau begonnen, dessen Realisierung – inklusive Umgebung – bis jetzt dauerte. Beim Wiederaufbau wurde darauf geachtet, den traditionellen Stil des Nebengebäudes beizubehalten.

Zudem wurde das neue «Waschhaus» einer anderen Nutzung zugeführt. Neben einem Aufenthaltsraum mit Kamin für die Bewohnerinnen und Bewohner findet sich darin, wie erwähnt, auch ein Verkaufsladen wieder. Als besondere Attraktivität wurde zudem ein abgeschirmter Gartensitzplatz integriert. Wobei in dem Zusammenhang auch der Gemüse- und Beerengarten aufgewertet wurde.

Die mit 380 000 Franken veranschlagten Baukosten sind laut Cornel Egger über die Spezialfinanzierung «Wohnheim Bisacht» bereits finanziert. «Der allgemeine Gemeindehaushalt, beziehungsweise der Steuerzahler, wird nicht belastet.»

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