Die Führungsorgane im Fürstenland und Toggenburg sind per sofort einsatzbereit, wenn es die Corona-Krise erfordert

Der Alarm genügt: Die Stabschefs stehen in direktem Kontakt mit dem kantonalen Führungsstab und können jederzeit Aufträge für die Regionen entgegennehmen.

Hans Suter
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Im Krisenfall koordiniert das regionale Führungsorgan lokale und regionale Massnahmen, die angeordnet worden sind.

Im Krisenfall koordiniert das regionale Führungsorgan lokale und regionale Massnahmen, die angeordnet worden sind.

Christian Bruna / EPA

Genau für diese Fälle wurden sie geschaffen: Der kantonale Führungsstab und die regionalen Führungsorgane von Gemeindeverbunden. Sie kommen bei Grossereignissen, Katastrophen und aussergewöhnlichen Lagen zum Einsatz. Ein Führungsorgan besteht aus Behördenmitgliedern, dem Stabschef und dessen Stellvertretung, Vertreterinnen und Vertretern der Verwaltung sowie den Ressortchefs aus Partnerorganisationen. An der Spitze stehen der Bereich Führungsunterstützung und die Fachbereiche Information, Sicherheit und Ordnung, Feuerwehr, Gesundheit, Technische Dienste und Zivilschutz zur Verfügung.

Der Stabschef des Regionalen Führungsorgans der Region Wil, Marc Schwendener, sagte gestern Nachmittag vor der Bekanntgabe der verschärften Massnahmen durch den Bundesrat:

«Wir sind nicht im Einsatz,
aber jederzeit einsatzbereit.»

Er steht in direktem Kontakt mit dem kantonalen Führungsstab und kann jederzeit reagieren, wenn es die Lage erfordert. Das gilt insbesondere für Christian Tröhler, der im Führungsorgan des Sicherheitsverbunds Region Wil (SVRW) Chef Gesundheit ist. Er ist überdies Verwaltungsratspräsident des Wiler Sportparks Bergholz und damit doppelt gefordert.

Alle Führungsorgane bereiten sich aktiv vor

Die aktuelle Hauptaufgabe der Führungsorgane besteht darin, den Informationsfluss zwischen dem Kanton und den Gemeinden sicherzustellen. Das Führungsorgan des Toggenburgs unter der Leitung von Stabschef Christian Heeb hat deshalb gestern Abend alle Toggenburger Gemeindepräsidenten und weitere Personen zu einem Koordinationsanlass eingeladen. «Wir wollen so die regionalen und lokalen Bedürfnisse abholen, ungeachtet dessen, ob das Führungsorgan durch den kantonalen Führungsstab aktiv ausgelöst werden muss oder nicht.» Um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein, will er alle möglichen Szenarien ansprechen und die wichtigsten Akteure in einen Kernstab formieren. Damit macht Heeb auch klar:

«Wir sind bereit für mögliche Aufträge des kantonalen Führungsstabs
und bilden dazu einen Kernstab.»

Das Führungsorgan Uze der Region Uzwil unter der Leitung von Alois Schilliger nimmt die aktuelle Lage ebenfalls sehr ernst und wird heute Dienstag tagen. Beim Führungsorgan der Region Wil ist auf Mittwochabend eine Besprechung mit dem ganzen, fast ein Dutzend Personen umfassenden Führungsorgan anberaumt.

Der Chef Gesundheit, Christian Tröhler, hat als Verwaltungsratspräsident des Sportparks Bergholz bis dahin noch ganz andere Aufgaben zu bewältigen. Seit der Medienkonferenz des Bundesrats ist von gestern Nachmittag nämlich klar, dass er den Sportpark bis auf weiteres vollständig schliessen muss. Für einen grossen Teil des Personals bedeutet dies Kurzarbeit und zu Hause zu bleiben. Als Sofortmassnahmen werden laut Tröhler bevorstehende Revisions-, Sanierungs- und Reparaturarbeiten vorgezogen. Vieles sei bereits vorbereitet.

Christian Tröhler ist Verwaltungsratspräsident des Sportparks Bergholz und Chef Gesundheit im regionalen Führungsorgan Wil.

Christian Tröhler ist Verwaltungsratspräsident des Sportparks Bergholz und Chef Gesundheit im regionalen Führungsorgan Wil.

Hans Suter