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Was bedeutet «Ghürst»?

In der Gemeinde Oberuzwil haben sich zahlreiche alte Flurnamen bis in die heutige Zeit gehalten oder sind in Strassenbezeichnungen eingeflossen. Aber was bedeuten die Bezeichnungen?

«Bisacht» deutet auf Gras, Binse oder Schilfgras hin, «Bernholz» hingegen weist auf die Sichtung eines Bären oder auf die Erlegung eines solchen hin. «Stampfi»? Der Flurname hat mit Knochen stampfen für Knochenleim zu tun und die «Risi» ist/war eine Halde aus lockerem Gestein, die durch Rutschung entstanden ist.

Der «Chreienberg» hat keinen Zusammenhang mit Krähen, sondern mit einem Menschen mit lauter oder eben krähender Stimme. In «Wolfsgrueb» gab es eine Fallgrube für Wölfe und im Gebiet «Rudlen» wuchsen Rauten, in «Äsch» hingegen Eschen. «Haggen» erinnert an ein hakenförmiges Grundstück oder einen vorspringenden Berg, «Zelgli» an eine kleine Flurabteilung in der Dreifelderwirtschaft.

«Hüppel»? Hutto und Wil: Erbgut, Heimat oder Reichtum. Besitz und Wiler. Das Gehöft eines Hutto. «Zehntland» steht für den zehnten Teil als Abgabe (Zins) und «Ghürst» ist ein Ort mit Gesträuch oder Gestrüpp. «Heiligetschwil» ist ein Flurname, der mit eine Kirche oder Kapelle in Zusammenhang steht. Wil geht auf «wilari» zurück, was Weiler bedeutet.

Im «Surenmoss» war der Ertrag karg, der Boden sumpfig und sauer. Im Gebiet «Ramsau» wuchs am Wasser der Bärlauch und «Sack» weist auf eine sackförmige Geländevertiefung hin. «Auwis» steht für Land am Wasser, wassereiches Land oder aber einfach für ein liebliches Gelände. «Freudenberg» weist auf eine gute, erhöhte Lage, einen Ort der Fröhlichkeit und Freude hin, der «Jägerhof» auf das Haus eines Jägers, die «Eberwies» auf ein männliches Zuchtschwein. Im «Städeli» gab es eine Stallung oder Stellung, im Gebiet «Festig» dagegen eine Burg oder Festung.

Sowohl «Buchen» (Buche mit oder bei einem Heiligenbild) als auch «Maloo» (Malloh) waren in Oberuzwil Orte der Gerichtsbarkeit.

Die Bezeichnung Maloo weist sogar explizit auf die Funktion der erhöht gelegenen Örtlichkeit an der alten Heeresstrasse nach Wil hin, liegt ihr doch das Wort «maleficium» zugrunde, was Frevel, Verbrechen bedeutet. Die wörtliche Übersetzung lautet «Schlechte Tat». (ahi)

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