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Warten auf den Beginn der Zukunft

Die vom kantonalen Baudepartement geschützten Rekurse gegen das Neubauvorhaben der Gebr. Eisenring AG in Lenggenwil haben für die betroffene Firma hohe Kosten zur Folge. Es drohen Ersatzinvestitionen von mehr als einer halben Million Franken.
Hans Suter
Der angestammte Sitz der Gebr. Eisenring in Gossau ist zu klein geworden und lässt sich nicht im nötigen Mass vergrössern. Bilder: Urs Bucher

Der angestammte Sitz der Gebr. Eisenring in Gossau ist zu klein geworden und lässt sich nicht im nötigen Mass vergrössern. Bilder: Urs Bucher

Die auf Veredelung und Handel von Holz und Holzprodukten spezialisierte Gebr. Eisenring AG (Geag) in Gossau platzt aus allen Nähten. Das über einen Zeitraum von mehr als 100 Jahren sukzessive gewachsene Unternehmen hat am angestammten Sitz keine Möglichkeit mehr, den Betrieb bedarfsgerecht zu vergrössern und die Produktionsprozesse im notwendigen Mass zu optimieren. Deshalb hat Geschäftsleiter und Inhaber Peter Marty den Entscheid gefällt, einen neuen Standort zu suchen und einen Neubau zu realisieren.
In der Industrie- und Gewerbezone Geren/Oberwies in Lenggenwil ist er schliesslich fündig geworden und hat Bauland gekauft. Das war im Jahr 2013. Heute, fünf Jahre später, zieht Peter Marty eine ernüchternde Bilanz: «Wir haben den Boden gekauft, um ihn wirtschaftlich zu nutzen und schrittweise rund eine Million Franken in die Planung des Zukunftsprojekts investiert. Realisieren konnten wir bisher aber nichts.»

Unnötige Kosten belasten den Betrieb

Peter Marty, Geschäftsführer und Inhaber der Gebr. Eisenring AG.

Peter Marty, Geschäftsführer und Inhaber der Gebr. Eisenring AG.

Das Gossauer Unternehmen beschäftigt aktuell 43 Personen. Um im Wettbewerb bestehen und die Arbeitsplätze sichern zu können, sei ein Neubau an einem neuen Standort unabdingbar, sagt Peter Marty. Zudem komme dem zeitlichen Aspekt grosse Bedeutung zu, weil in Gossau grosse Ersatzinvestitionen anstünden. Doch nun ist alles anders gekommen: Gegen sein Projekt «Holzkompetenz in Lenggenwil» wurde Einsprache erhoben und erfolgreich vor dem kantonalen Baudepartement rekurriert. «Wir bedauern die überraschende Entwicklung zutiefst», sagt Peter Marty. Für ihn hat die Situation hohe Kosten zur Folge.
Alleine die neue Schnitzelheizung, die er am Standort Gossau nun doch noch einbauen müsse, habe Kosten von einer halben Million Franken zur Folge. Zudem stünden noch weitere Ersatzinvestitionen an.

Sortiment reduziert infolge Platzmangels

Der geplante Neubau (Bildmitte ganz oben) aus der Vogelperspektive von Süden Richtung Norden: Im Vordergrund ist die Kirche mit Dorfplatz, im Hintergrund die Baumreihe entlang des Brübachwegs ersichtlich. Der Neubau ist parallel zum Brübach angeordnet. (Visualisierungen: PD)

Der geplante Neubau (Bildmitte ganz oben) aus der Vogelperspektive von Süden Richtung Norden: Im Vordergrund ist die Kirche mit Dorfplatz, im Hintergrund die Baumreihe entlang des Brübachwegs ersichtlich. Der Neubau ist parallel zum Brübach angeordnet. (Visualisierungen: PD)

Die prekären Platzverhältnisse in Gossau und die zeitlich ungewisse Situation in Lenggenwil haben dazu geführt, dass die Gebr. Eisenring AG das Sortiment etwas reduzieren musste. Dies lasse wenigstens die Konzentration auf die Kernkompetenzen Hobel und Oberflächenbehandlung zu. Allerdings habe dies auch Umsatzeinbussen zur Folge. Um die Kostenbelastung zu reduzieren, soll das erworbene Bauland in Lenggenwil zumindest in Teilen zwischengenutzt werden. Wie und was, weiss Peter Marty aber noch nicht. «Es war eine spontane Idee zur Reduktion der Kosten», sagt er. «Wir prüfen nun die Optionen.» Er hofft, im Rahmen der überarbeiteten Ortsplanung dereinst die definitive Baubewilligung zu erhalten.
Seitens der Gemeinde war keine Stellungnahme erhältlich. Gemeindepräsident Simon Thalmann stellte jedoch ein Statement für nächste Woche in Aussicht. Heute tage der Gemeinderat. Unter anderem sei dieses Thema traktandiert.

Blick senkrecht von oben nach unten auf das geplante Neubauprojekt «Holzkompetenz Lenggenwil» (Mitte-rechts oben im Bild).

Blick senkrecht von oben nach unten auf das geplante Neubauprojekt «Holzkompetenz Lenggenwil» (Mitte-rechts oben im Bild).

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