Warten auf das Straucheln

Der Zweikampf zwischen den beiden Aufstiegskandidaten FC Uzwil und FC Bazenheid in die 2. Liga inter spitzt sich zu. Bevor der Aufsteiger feststeht, sind noch zwei Spiele zu absolvieren.

Urs Nobel
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Kann der FC Uzwil (weiss) noch gebremst werden oder schlägt er sich in einem der noch anstehenden zwei Spiele selber? (Bild: Michel Canonica)

Kann der FC Uzwil (weiss) noch gebremst werden oder schlägt er sich in einem der noch anstehenden zwei Spiele selber? (Bild: Michel Canonica)

FUSSBALL. Es macht nicht nur den Anschein, sondern es ist so. Sowohl der FC Uzwil als auch der FC Bazenheid, beide Mannschaften mit 47 Punkten an der Tabellenspitze liegend, kränkeln. Sie kämpfen mit den Nerven, haben eine Art Prüfungsangst. Der FC Uzwil kam vor zwei Wochen nicht über ein Unentschieden hinaus, der FC Bazenheid bezog gegen den FC Henau eine schmerzliche Niederlage. Damit aber nicht genug. Vor Wochenfrist gingen beide als Verlierer vom Feld und «marschieren» demnach im Gleichschritt Richtung Ziel. Noch kann niemand sagen, wer das Band als erster berührt und aufsteigen darf.

FC Bazenheid

Die Alttoggenburger spielen morgen Samstag um 17 Uhr auf eigenem Terrain gegen den FC Rorschach. Eigentlich eine lösbare Aufgebe, zumal der FC Rorschach frei von Abstiegssorgen und ohne Ambitionen nach oben antreten kann. Gerade diese Konstellation kann jedoch gefährlich sein. Unbeschwertes Fussballspielen ist meist erfolgreicher als ein verkrampfter Auftritt mit «Muss-Faktor». Kommt hinzu, dass der FC Rorschach in der Hinrunde auf eigenem Terrain den FC Bazenheid besiegte und damals schon aufzeigte, dass in seinen Reihen etliche Spieler dabei sind, die über sehr gutes 2.-Liga-Niveau verfügen. Die letzte Partie der Saison findet für den FC Bazenheid eine Woche später in Wängi statt.

FC Uzwil

Dank der besseren Fairnesspunkte-Wertung belegen die Uzwiler Rang 1 in der Tabelle. Und sie haben im Verlauf der bisherigen Meisterschaft erst einmal verloren, am vergangenen Sonntag. Ihre Leistungskurve ist jedoch schon seit längerer Zeit nicht mehr so konstant, was sich auch in fünf Unentschieden manifestiert. Oft absolvierten die Uzwiler eine schwächere erste Halbzeit, um in Rückstand zu geraten und nachher in der zweiten Halbzeit aufzuholen. Ein souveräner Auftritt des Teams ist schon eine ganze Weile her. Dem FC Uzwil dürfte in seinem morgigen Heimspiel (17 Uhr) aber zugute kommen, dass er auf einen Gegner trifft, der zwar auf einzelnen Positionen sehr gut bestückt ist, vor allem aber mitspielen will und nicht hinten steht. Ausser er befindet sich im Vorsprung. Der FC Uzwil steht somit vor der Aufgabe, bereits von Beginn weg konzentriert aufzutreten und die Torchancen, die dann sicher kommen, auch zu verwerten. Die letzte Saisonpartie des FC Uzwil eine Woche später ist ein «Auswärtsspiel» auf dem eigenen Rasen gegen den FC Henau, der nach nur einer Saison wieder den Gang in die 3. Liga antreten muss.

FC Wil U20

Trainer Dominic Zurkirchen hätte es verdient, wenn ihm seine Mannschaft zum Abschied noch einen Sieg schenken würde. Zweieinhalb Jahre amtete er als Assistent, diesen Frühling übernahm er die Hauptverantwortung für die zweite Mannschaft und musste erfahren, was es heisst, Trainer von «nur» einer zweiten Mannschaft zu sein. Seine Spieler haben sich aber in der 2. Liga inter gut geschlagen und den Ligaerhalt frühzeitig realisiert. Morgen Samstag, 18 Uhr, kommt es somit noch zum Dessert, bei dem die jungen Wiler den Gegner FC Widnau «vernaschen» wollen.

FC Sirnach

Gleiches dürfte der FC Sirnach mit dem FC Chur 97 im Sinn haben. Die Bündner verabschieden sich nach der Partie von morgen Samstag, 16.30 Uhr, aus dem interregionalen «Geschäft» und werden eine Liga tiefer antreten müssen. Für den FC Sirnach geht es somit in diesem bedeutungslosen Spiel darum, sich nicht noch zu blamieren.