Warm und nass, dennoch sonnig

Mit einem Durchschnitt von 20,1 Grad ist der Juli an der Wetterstation Fürstenland in Niederuzwil um 2,9 Grad zu warm ausgefallen.

Christoph Frauenfelder*
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niederuzwil. Die erwähnten Daten basieren auf der Vergleichsperiode 1961 bis 1990.

Von trocken bis kalt

Die ersten zwei Drittel des Monats waren hitzig und eher trocken. Das letzte Drittel gestaltete sich sehr niederschlagsreich und zu kalt. Die tiefste Temperatur betrug 8 Grad und wurde am 31. Juli verzeichnet. Die höchste Temperatur wurde am 10. Juli mit 34 Grad gemessen.

Zehn Hitzetage

Damit konnten im Juli insgesamt 19 Sommertage (25 Grad und mehr), sowie zehn Hitzetage (30 Grad und mehr verzeichnet werden. Die Heizgradziffer ergab im Juli 0 Grad.

16 Regentage

Die Niederschläge erreichten mit 200 Millimeter rund 150 Prozent des langjährigen Durchschnitts. Es gab aber früher noch deutlich niederschlagsreichere Juli-Monate. Letztmals im Jahre 2000 mit einer dreifachen normalen Regenmenge.

Es regnete vergangenen Monat an 16 Tagen (mindestens 1,0 mm). Die vorherrschende Windrichtung war Nordost, also die Bise. Sie brachte uns aber die heisse Luft aus Osteuropa. Deshalb ist die Bise im Sommer nicht kalt, wie etwa im Winter.

Die Sonne erreichte mit 255 Stunden rund 125 Prozent des langjährigen Durchschnitts.

Viele Gewitter

Die höchste Windspitze wurde am 12. Juli mit 90 Kilometer pro Stunde bei einem heftigen Gewitter registriert. Es war ein sehr gewitterreicher Monat.

Die Hitze und die Schwüle bewirkten an 14 Tagen Gewitter (nahe und ferne). Die Vegetation hat mit der Ernte des Winterroggens Ende Juli den phänologischen Höhepunkt des Sommers erreicht. Dies traf zu einem normalen Zeitpunkt auf.

*Christoph Frauenfelder ist Inhaber von Meteotop, Wetterstation in Niederuzwil.

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