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Wahrzeichen wird abgebrochen: Das Ende der Rickenbacher Mühle naht

Die Mühle ist ein Wahrzeichen des Dorfes und bleibt es, obwohl der Betonbau aus den 1960er-Jahren abgebrochen wird. An deren Stelle entsteht ein hohes Wohnhaus, das den Mühlecharakter bewahren wird. Die Abbruchvorbereitungen sind angelaufen.
Hans Suter
Von einem Hängekorb aus werden das Mühlrad-Symbol und der Schriftzug «eberle mühlen» in rund 50 Metern Höhe abmoniert. Der Pneukran befindet sich auf der anderen Seite der Mühle. Der Kranführer steht per Funk mit einem Helfer und dem Mann im Korb in Kontakt. (Bild: Hans Suter)

Von einem Hängekorb aus werden das Mühlrad-Symbol und der Schriftzug «eberle mühlen» in rund 50 Metern Höhe abmoniert. Der Pneukran befindet sich auf der anderen Seite der Mühle. Der Kranführer steht per Funk mit einem Helfer und dem Mann im Korb in Kontakt. (Bild: Hans Suter)

In schwindelerregender Höhe wurde gestern damit begonnen, die orangefarbenen Mühlrad-Symbole sowie die Schriftzüge «eberle mühlen» abzumontieren. Das in Aluminium gefertigte Mühlrad hat einen Durchmesser von rund vier Meter, ist also alles andere als handlich. Kommt hinzu, dass die Demontage in einer Höhe von rund 50 Metern stattfindet. Nichts für schwache Nerven und empfindliche Mägen. Zudem: Diese Aufgabe ist nur mit einem Kran mit extremer Reichweite zu schaffen. Ein solcher steht auf dem Gelände der Mühle. Der imposante Pneukran ist erst seit wenigen Monaten im Einsatz und gilt als einer der grössten in der Ostschweiz.

Demontage in luftiger Höhe


Quasi um sich etwas einzustimmen, wurden zuerst grosse und schwere Gegenstände aus der Silostube im Dachgeschoss heruntergehievt: ein Mühlstein, ein hölzernes Mühlrad und andere symbolträchtige oder gar historisch wertvolle Andenken aus der Vergangenheit der Mühle.Dann folgte der schwierigere Teil der Arbeiten: die Demontage der Schriftzüge und Mühlrad-Symbole an der mehr als 50 Meter hohen Fassade. Dazu wurde am Stahlseil des Pneukrans ein Metallkorb festgemacht, in dem ein Mitarbeiter – streng nach Suva-Richtlinien gesichert – auf die Arbeitshöhe gehievt wurde. Als wäre das nicht schwierig genug, stellte sich noch eine weitere Herausforderung: Der Kranführer musste den Metallkorb ohne Sicht an die richtige Stelle bewegen.

Über Funk statt sehenden Auges

Das Gelände lässt es nicht zu, den Kran auf der Süd- und Westseite zu stationieren. Also wurde der Korb von der Nordost-Seite aus über den Mühleturm hinaus hochgehoben und auf der hinteren Seite auf die nötige Arbeitshöhe hinuntergelassen. Dazu stand der Kranführer über Funk mit dem Mann im Korb sowie einem Helfer auf dem Dach in Kontakt – ein eingespieltes Team. Parallel dazu wird die Entkernung des Gebäudes vorangetrieben. Die eigentlichen Abbrucharbeiten beginnen im September und dauern bis Ende Jahr. Anfang 2019 folgen die Tiefbauarbeiten. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für 2021 geplant.

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