Wahlschlappe für die SP Wil-Untertoggenburg: Die Partei konnte den Sitz von Peter Hartmann nicht verteidigen.

Während die einen noch über die Gründe für das schlechte Resultat mutmassen, legen die anderen den Fokus bereits auf die Kommunalwahlen im Herbst.

Tobias Söldi
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Von links: Wahlkampfleiter Felix Schönenberger, Kantonsrat Dario Sulzer und Parteipräsident Raffael Sarbach.

Von links: Wahlkampfleiter Felix Schönenberger, Kantonsrat Dario Sulzer und Parteipräsident Raffael Sarbach.

Bild: Tobias Söldi

Zu feiern haben die Parteimitglieder, die sich zur Wahlfeier im Restaurant l’Olivier in Wil eingefunden haben, wenig. Es ist der SP Wil-Untertoggenburg weder gelungen, den Sitz des zurücktretenden Flawiler Kantonsrates Peter Hartmann zu verteidigen, noch einen neuen Sitz hinzuzugewinnen, wie sie es sich für die Kantonsratswahlen zum Ziel gemacht hatte. Die SP ist fortan nur noch mit dem Wiler Stadtrat Dario Sulzer und dem Kantonsratspräsident Daniel Baumgartner in der Pfalz vertreten.

Raffael Sarbach, Präsident der SP Wil-Untertoggenburg, übt sich in Zweckoptimismus: «Die Stimmung ist gemischt», sagt er. Ja, man habe einen Sitz verloren, was eine Enttäuschung sei. Aber immerhin hätte sich die Sitzverteilung eher ins mittlere bis linke statt ins rechte Spektrum verschoben. «Und es gibt jetzt mit den Grünen und der SP zwei Fraktionen auf der linken Seite», bemerkt er.

Nicht gelungen, die Leute zu mobilisieren

Doch was sind die Gründe für das schlechte Abschneiden der Partei? Es sei der Partei nicht gelungen, die Leute genügend zu mobilisieren, was sich auch in der tiefen Wahlbeteiligung ausdrücke, ist Sarbach überzeugt. Ausserdem seien die klassischen Themen der SP angesichts der Klimadebatte und des allgegenwärtigen Corona-Virus in den Hintergrund gerückt.

Geschlagen gibt sich die Partei deswegen aber nicht. «Wir legen den Fokus nun auf die Kommunalwahlen und versuchen, unsere Kräfte zu mobilisieren», sagt Sarbach.