Wahlrandbemerkungen

Hätt Ihne d'Bundesratswahl gfalle? E chli meh hetts scho no törfe knalle. Jede hinderscht, wo dörf wähle, hätt partout nöd wele fähle. Lieber e langi Leitig als en churze Draht. Lieber nie zur Ziit als gar nie parat. Nöd alli händ ihri Uufgabe gmacht.

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Hätt Ihne d'Bundesratswahl gfalle?

E chli meh hetts scho no törfe knalle.

Jede hinderscht, wo dörf wähle,

hätt partout nöd wele fähle.

Lieber e langi Leitig als en churze Draht.

Lieber nie zur Ziit als gar nie parat.

Nöd alli händ ihri Uufgabe gmacht.

Nöd wenigi händ verstole glacht.

Mein Gott Walter. Dää isch es nöd.

Lieber heimlich schlau als unheimlich blöd.

Zersch wännts de Walter inetrucke..

Doch dem bliibt nume no leer schlucke.

Lieber Lachfalte als Träneseck,

gescht frisch ab Press und frisch vom Beck.

Denn übermorn isch hütt scho gescht.

Das isch en chliine PISA – Tescht.

Freude herrscht in den Parteien.

Getrost kann es vom Himmel schneien.

Nur die SVP – Grosswetterlage

steht auf Sturm, 's ist keine Frage.

Nöd jede, wo öppis seit, hätt öppis z‘säge.

Nöd jede, wo nöd defür isch,

isch nöd automatisch degäge

Lieber Füür und Flamme als Schutt und Äsche, und nachher d'Händ in Unschuld wäsche.

Das goldne Kalb, die Konkordanz,

lädt von links bis rechts zum Tanz.

Herr Zuppiger, so hört man munkeln,

bewege sich nur noch im Dunkeln.

Er versuche zu verstehen:

Wie könnte ihm ein Licht aufgehen?

De Gallenstei

Der Flawiler Autor und Kolumnist Rolf Bollinger schreibt jeden

Freitag in der Grossauflage der Wiler Zeitung