Wahlkampf ist entschieden: Ziegler kehrt nach acht Jahren zurück

In einer Kampfwahl zieht Werner Ziegler in den Eschliker Gemeinderat ein. Derweil wird der Rickenbacher Roland Hollenstein in die Sekundarschulbehörde Rickenbach-Wilen gewählt. Er war der einzige Kandidat.

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Der neugewählte Gemeinderat Werner Ziegler und Gemeindepräsident Hans Mäder beim Wahlapéro im «Säntisblick». (Bild: Christoph Heer)

Der neugewählte Gemeinderat Werner Ziegler und Gemeindepräsident Hans Mäder beim Wahlapéro im «Säntisblick». (Bild: Christoph Heer)

Dieser Ausgang der Gemeinderatswahl in Eschlikon erstaunt nicht. Ist doch der Bekanntheitsgrad Werner Zieglers (FDP) ein grosser Trumpf während des Wahlkampfs, der äusserst ruhig abgelaufen war.

Zu spät entschlossen?

Auch wurde in der Gemeinde gemunkelt, dass sich sein Herausforderer Arnold Meier zu spät dazu entschlossen habe, sich der Wahl in den Gemeinderat zu stellen. Knapp 30 Prozent aller Stimmberechtigten gingen an die Urne, um den Nachfolger von Adrian Stutz zu wählen.

Deutliches Resultat

324 Stimmen entfielen dabei auf Werner Ziegler, der schon die drei Legislaturen von 1999 bis 2011 im Eschliker Gemeinderat mitgewirkt hatte. Arnold Meier vereinte deren 227 Stimmen und verpasste die Wahl um 97 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 30 Prozent.
Am Wahlapéro im Restaurant Säntisblick zeigt sich Werner Ziegler glücklich. «Gut für die Gemeinde war es, dass es doch noch eine Kampfwahl gegeben hat, so hatte der Stimmbürger eine Wahl, und der Ausgang ist nicht nur von Glück gepriesen.» Einer der ersten Gratulanten ist der zurücktretende Adrian Stutz. Werner Ziegler wohnt seit 25 Jahren in Eschlikon und hat sich stets in diversen Gremien eingesetzt. Dass sich aber das Gemeindewohl in den vergangenen acht Jahren verändert hat, ist dem 60-Jährigen bewusst. Gemeindepräsident Hans Mäder meint zur Wahl: «Das Volk hat sich für einen äusserst erfahrenen Mann entschieden.»

Glanzresultat erzielt

Roland Hollenstein (Bild: PD)

Roland Hollenstein (Bild: PD)

Der Rickenbacher Roland Hollenstein wurde am Sonntag bei einer Ersatzwahl für den Rest der Amtsdauer 2017 bis 2021 in die Behörde der Sekundarschulgemeinden Rickenbach-Wil gewählt. Damit ist der Schulrat wieder komplett. Roland Hollenstein erzielte ein Glanzresultat: Er wurde bei einem absoluten Mehr von 252 Stimmen mit 471 Stimmen gewählt. Auf Vereinzelte entfielen 32 Stimmen. 22 Stimmberechtigte haben einen leeren Wahlzettel abgegeben und 14 waren ungültig. Total 539 Stimmberechtigte haben sich an der Ersatzwahl beteiligt, was einer Stimmbeteiligung von 16,8 Prozent entspricht.
Roland Hollenstein wird innerhalb der Schulbehörde das Ressort Finanzen betreuen.

Vakanz ist beendet

Nach rund eineinhalbjähriger Exekutivtätigkeit hat Konstantin Vlachodimos, Wilen, auf Ende 2018 aus beruflichen Gründen seinen Rücktritt aus der Schulbehörde der Sekundarschulgemeinde Rickenbach-Wilen erklärt. Mit der Wahl von Roland Hollenstein im ersten Wahlgang ist die Schulbehörde nach knapp fünfmonatiger Vakanz wieder vollzählig. Er war der einzige offizielle Kandidat.
Die Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission (GRPK) der Gemeinde Sirnach konnte im gestrigen zweiten Wahlgang komplettiert werden. Die Stimmbürger wählten mit 164 von 371 gültigen Stimmen den Sirnacher Michael Kressig in das fünfköpfige Gremium. Die vier weiteren Mitglieder wurden schon im Februar bestimmt.

2,3 Millionen Franken für ein neues Wasserreservoir

Die Gemeinde Lommis kann ein neues Wasserreservoir bauen. Am gestrigen Abstimmungssonntag bewilligten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger den erforderlichen Kredit über 2,3 Millionen Franken mit einem Ja-Stimmen-Anteil von rund 88 Prozent klar. Der Neubau ist erforderlich, weil die bestehenden Wasserreservoirs auf dem Lommiser Gemeindegebiet in die Jahre gekommen sind. Nachdem der Lommiser Gemeinderat an mehreren evaluierten Standorten Absagen erhalten hatte, wurde man schliesslich nach langer Suche am Immenberg fündig.

Wängi genehmigt die Rechnung 2018 an der Urne

Über den Rechnungsabschluss ihrer Gemeinde befanden die Wängemer gestern an der Urne. Dabei hiessen rund 95,6 Prozent die Jahresrechnung 2018 gut. Ging das Budget für das vergangene Jahr noch von einem Defizit von 523000 Franken aus, resultierte schliesslich ein Überschuss von 267000 Franken. Diese Besserstellung kam im Wesentlichen aufgrund von guten Steuererträgen sowie einem um 270000 Franken tieferen Aufwand zu Stande. «Bei uns kommen die höheren Steuererträge ein bisschen von überall», erklärte Gemeindepräsident Thomas Goldinger bereits im April. (red)