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WAHL: Evangelium ins Zentrum rücken

Die Evangelische Kirchgemeinde Münchwilen-Eschlikon hat mit Heini Krauer einen neuen Präsidenten. Der Souverän wählte ihn am Sonntag mit 75 Stimmen; auf Susanne Koller Brunner entfielen 38 Stimmen.
Christof Lampart

Christof Lampart

redaktion@wilerzeitung.ch

Die Wahlen – nebst dem Präsidium galt es auch ein Mitglied der Kirchenvorsteherschaft zu ersetzen – standen vom Interesse her klar im Mittelpunkt der Rechnungsgemeinde, die am Sonntagvormittag im Anschluss an den Gottesdienst in der reformierten Kirche Eschlikon vor 114 Stimmberechtigten durchgeführt wurden. Zwar wurde die eigentliche Versammlung von der Vizepräsidentin der Kirchenvorsteherschaft, Marlène Högger, Münchwilen, geleitet, doch durch die Wahlen führte Dekanin Esther Walch Schindler. Diese interviewte zuerst den einzigen Kandidaten fürs Kirchvorsteheramt, Stefan Forster. Forster bekannte, dass er seinen Glauben im Alltag aktiv lebe und mit den Leuten ins Gespräch kommen wolle. Geprägt durch die Heilsarmee, habe er sich in Eschlikon durch die Art der Predigten «gut aufgenommen» gefühlt und wolle nun «etwas zurückgeben», so Forster, der 87 Stimmen erhielt; 16 Stimmen entfielen auf Vereinzelte.

Kirche als Impulsgeberin

Der freikirchlich geprägte Heini Krauer, der als Kirchenvorsteher auch der erklärte Kandidat der Kirchenvorsteherschaft war, verdeutlichte, dass für ihn vor allem wichtig sei, dass die zentrale Botschaft des Glaubens, das Evangelium, wieder stärker in den Mittelpunkt der Gemeinde rücken sollte. Die Kirche sei für ihn «eine Impulsgeberin in Sachen Gottesglauben», der für ihn persönlich in den letzten Jahren «immer wichtiger geworden» sei. Susanne Koller Brunner erklärte, dass sie, im Falle einer Wahl, «den Menschen in den Vordergrund stellen» will. Gefragt, wo die Kirchgemeine am Ende der aktuellen Amtszeit stehen würde, antwortete sie: «Es wäre schön und erstrebenswert, wenn wir eine offene und sinnstiftende Kirchgemeinde hätten».

In der Diskussion zeigte es sich rasch, dass das Pendel deutlich zu Gunsten Krauers ausschlagen könnte. Denn während ihm keine Fragen gestellt wurden, wurde bei Koller Brunner gleich einige Male kritisch nachgehakt. So war denn das deutliche Verdikt keine grosse Überraschung. Krauer nutzte die Gelegenheit, um in seiner Dankesrede alle Mitglieder mit ins Boot zu holen. «Ich will ein Präsident für alle sein. Auch für jene, welche heute nicht hier in der Kirche sind.»

Ja zur Jahresrechnung und Pensumerhöhung

Keine Diskussion entspann sich um die übrigen Geschäfte. So wurde die Aufstockung des Arbeitspensums von Pfarrer David Lerch von 80 auf 85 Prozent ebenso grossmehrheitlich gutgeheissen wie die Jahresrechnung 2016, die mit einem Ertragsüberschuss von 12 900 Franken schloss. Vom Überschuss wurden je 6000 Franken für Abschreibungen an der Renovation der Kirche Eschlikon und für die Erweiterung des Kirchenzentrums Münchwilen verwendet. Der Rest wurde dem Eigenkapital zugewiesen, das sich neu auf 2,358 Millionen Franken beläuft.

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