Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

«Wär nöd gumpet, isch en Zürcher...»: Street-Parade-Stimmung in Degersheim

900 Menschen besuchten das Festival am Gleis. Zwar fehlte heuer ein Headliner, doch an Qualität hat das Open Air nichts verloren. Im Gegenteil.
Christoph Heer
Die heimlichen Stars vom diesjährigen Festival am Gleis; Šuma Čovjek mit ihrem kraftvollen Balkanpop. Bilder: Christoph HeerDie heimlichen Stars vom diesjährigen Festival am Gleis; Šuma Čovjek mit ihrem kraftvollen Balkanpop. Bilder: Christoph Heer
Viele kleine Fans feiern am diesjährigen Festival am Gleis mit.Viele kleine Fans feiern am diesjährigen Festival am Gleis mit.
Die Stimmung war ausgelassen.Die Stimmung war ausgelassen.
7 Bilder

Festival am Gleis

Das hat er für einmal gut gemacht, sehr gut sogar. Die Rede ist vom lieben Wettermacher namens Petrus. Just auf Festivalbeginn blicken erste Sonnenstrahlen auf das Gelände am Gleis in Degersheim, die Regenwolken verziehen sich und die Temperaturen sind absolut Open Air würdig. Die ersten, die auf der Bühne vom Wetterumschwung profitieren, sind die zukünftigen Stars. Die «s’Coolband», bestehend aus Oberstufenschülern der Musikschule Uzwil, überzeugen zum Auftakt eines erneut tadellos organisierten Festivals mit aktuellen Popsongs.

Ostschweizerisch und bosnisch und algerisch

Was während der kommenden Stunden folgt, ist eine abwechslungsreiche Reise durch die unterschiedlichsten Genres mit sympathischen Musikern. Während in den vergangenen Jahren stets ein Headliner im Programm stand (Marc Sway, Florian Ast), sind es in diesem Jahr ausnahmslos Ostschweizer Bands, die für Furore sorgen – darunter «Šuma Čovjek». Die zehn Jungs mit schweizerischen, bosnischen sowie algerischen Wurzeln entfachten spätabends eine Welle der Begeisterung. Dies zu bewerkstelligen, war nicht einfach, denn vor ihnen spielte sich schon die bekannte St.Galler Band «Red Cube» in Ekstase.

Aber zurück zum Balkanpop mit Šuma Čovjek. Sie brauchten sich nur einzuspielen und aufzuwärmen, oder anders formuliert, ein Soundcheck, der das Publikum schon mitreisst; hervorragend. Melancholische Melodien, Chansons gepaart mit Oriental und Brass, absolut nicht so, wie man es von einer Balkanbeats-Band erwartet, aber ungemein erfrischend und lebensfroh. Alternierend wird dabei die Sprache geändert. Ob dies das Publikum bemerkt hat, bleibt dahingestellt, spielt aber auch keine Rolle. Denn ob sie spanisch, arabisch, französisch, englisch, roma oder kroatisch singen; die Post geht auf alle Fälle ab.

Red Cube steht gleich nach ihrem Auftritt für ein Interview bereit. Die zwei Stimmen dieser neunköpfigen St.Galler Formation gehören den beiden Leadsängern Nadine May und Tom Tom Straumann. Soulige Balladen wechseln sich hierbei mit knackigen und stimmungsbringenden Rock und Pop Hits ab. Nach 2017 ist es für Red Cube der zweite Auftritt in Degersheim – und sie wollen mehr. «Dank dieser hammermässig-tollen Organisation fehlt es hier an rein gar nichts. Unsere Wünsche werden erfüllt, das Publikum ist enorm präsent und pure Energie liegt in der Luft. Es wäre unglaublich für uns, wenn wir ein drittes Mal an diesem Festival auftreten dürften», sagen May und Straumann nach ihrem Bühnenauftritt im Backstagebereich.

Pluspunkte sammeln die beiden bei ihrer Stimmungsmache. «Wer nöd gumpet isch en Zürcher...» – und das Publikum hüpft drauflos. Reihenweise Lobeshymnen in Reinform erntet indes das gesamte achtköpfige OK, zusammen mit ihrem Präsidenten Urs Graber.

Und das zu Recht. Tadellos greifen die verschiedenen Zahnräder ineinander. Vom Eingangsbereich über den Sicherheitsdienst, vom Line-up bis zum Catering, alles erscheint top.

Die neuen Chalets gefallen den Besuchern

Mit rund 900 Besuchern kommt das diesjährige Festival zwar nicht ganz an die Besucherzahlen der vergangenen Jahre heran, aber, und das scheint den Organisatoren ebenso wichtig zu sein, hat man mit einer grossen Veränderung ins Schwarze getroffen.

OK-Mitglied Jeannette Stillhart erklärt, dass die fünf neuen Chalets zwar einen finanziellen Mehraufwand mit sich bringen, aber der eigentliche Gewinn versteckt sich dahinter. «Es entwickelt sich eine viel bessere Atmosphäre und optisch wirkt es zudem enorm heimeliger. In meinen Augen hat sich diese Neuerung gelohnt und die Mitarbeiter in diesen Chalets haben es so auch einfacher als vorher.»

Als normale Bar, als Wein-Bar, als Essensausgabe oder als Pastahäusschen, die Chalets passen hierher, das bestätigen auf Anfrage zahlreiche Besucher. Auch als Premiere finden die Kinderattraktionen statt. Urs Graber will es sich dabei nicht nehmen lassen, seinen Dank an Beat Stark mit Team weiterzuleiten. «Was da die Eltern auf die Beine gestellt haben, war auch einmalig. Spiel und Spass für die Kinder, äusserst passend zu unserem Festival für Jung und Alt.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.