Wachstum trotz Coronakrise: Raiffeisenbank Wil steigert das Hypothekarvolumen im ersten Halbjahr um 4,2 Prozent

Raiffeisenbank Wil und Umgebung erzielt ein gutes Ergebnis im ersten Halbjahr 2020.

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Verwaltungsratspräsident Erwin Scherrer (links) und Direktor Beat Bollinger sind zufrieden mit dem ersten Halbjahr der Wiler Traditionsbank.

Verwaltungsratspräsident Erwin Scherrer (links) und Direktor Beat Bollinger sind zufrieden mit dem ersten Halbjahr der Wiler Traditionsbank.

Bild: Hans Suter

Die Raiffeisenbank Wil und Umgebung blickt auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2020 zurück. Wie die Bank mitteilt, erzielte sie einen Geschäftserfolg von 5,11 Millionen Franken und konnte einen Periodengewinn von 1,14 Millionen Franken verzeichnen. Bei den Kundeneinlagen wurde ein Wachstum von 5,7 Prozent auf 1304,1 Millionen Franken verzeichnet. Die Hypothekarforderungen stiegen um 4,2 Prozent auf 1586,4 Millionen Franken. Die Bilanzsumme betrug per 30. Juni 1839,2 Millionen Franken. Dies entspricht einer Steigerung von 5,4 Prozent.

Fast 1,6 Milliarden Franken an Hypotheken

Im Hypothekargeschäft konnte die Raiffeisenbank Wil und Umgebung im ersten Halbjahr 2020 ihre Position weiter ausbauen. Das Hypothekarvolumen stieg um 4,2 Prozent auf 1586,4 Millionen Franken. Umfassende Risiko- und Bonitätsprüfungen sicherten das hohe Qualitätsniveau der Portfolios, heisst es in der Mitteilung der Bank. Daraus resultierten weiterhin tiefe Wertberichtigungen für Ausfallrisiken im Verhältnis zu den Kundenausleihungen.

Zinsengeschäft bleibt Haupteinnahmequelle

Das Zinsengeschäft stellt nach wie vor die Haupteinnahmequelle der Raiffeisenbank Wil und Umgebung dar. Trotz des anhaltenden Niedrigzinsumfelds konnte der Bruttoerfolg aus dem Zinsengeschäft gegenüber dem ersten Halbjahr 2019 (7,38 Millionen Franken) mit 7,91 Millionen Franken leicht ausgebaut werden. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (1,84 Millionen Franken) konnte im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 um 22,4 Prozent gesteigert werden. Der Geschäftsaufwand erhöhte sich im ersten Halbjahr um 0,2 Millionen auf 4,99 Millionen Franken. Der Personalaufwand fiel gegenüber dem Vorjahr um 9,2 Prozent höher aus, während sich der Sachaufwand mit minus 2,6 Prozent leicht unter dem Vorjahresniveau bewegt.

Covidkredite von 14,1 Millionen Franken

Die Raiffeisenbank Wil und Umgebung sei auch während der ausserordentlichen Situation aufgrund der Pandemie für ihre Kundschaft da gewesen, schreibt die Bank und verweist darauf, dass der Standort in Wil unter Einhaltung der Vorschriften des BAG stets geöffnet gewesen sei. Zudem sei die Raiffeisen-­Gruppe an der Lancierung des Garantieprogramms des Bundes für Überbrückungskredite für Unternehmen beteiligt gewesen. So hat die Raiffeisenbank Wil im ersten Halbjahr 130 Covid-19-Kreditanträge in der Höhe von 14,1 Millionen Franken verarbeitet und ausbezahlt. Mit Hilfe der Crowdfunding-Plattform lokalhelden.ch hat Raiffeisen zudem per Ende Juni schweizweit rund 1,5 Millionen Franken für KMU in Form von Spenden gesammelt.

Aufgrund der Coronavirus-Situation konnte die Generalversammlung nicht wie gewohnt im Circus Knie durchgeführt werden. Der Verwaltungsrat hat gestützt auf die Verordnung des Bundesrates entschieden, erstmals eine schriftliche Abstimmung durchzuführen. Die Mitglieder der Raiffeisenbank Wil und Umgebung hätten bei einer Stimmbeteiligung von 30,1 Prozent alle Anträge deutlich genehmigt, schreibt die Bank.

Stabiler Geschäftsgang für das zweite Halbjahr

Die Raiffeisenbank Wil und Umgebung geht von einem stabilen Geschäftsgang aus und erwartet im zweiten Halbjahr 2020 einen Geschäftserfolg auf Höhe der jetzigen Periode. Raiffeisen geht davon aus, dass 2020 das Bruttoinlandprodukt um rund 5 Prozent sinken wird. Die Exportwirtschaft dürfte sich jedoch im Vergleich zum ersten Halbjahr leicht erholen. (pd/red)