WACHSTUM: Mehr Steuereinnahmen trotz tieferem Steuerfuss

Die Gemeinde Zuzwil nimmt trotz der Steuersenkung von 100 auf 95 Prozent mehr Steuern ein als im Jahr 2015. Massgeblichen Anteil haben die erhöhten Einnahmen bei den Gesellschaftssteuern.

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Die positive Entwicklung der Zuz­wiler Steuereinnahmen setzte sich auch im abgelaufenen Jahr fort. Die Steuereinnahmen 2016 liegen knapp 100 000 Franken über dem Ertrag des Vorjahres. Die höheren Einnahmen bei den Gesellschaftssteuern seien sehr erfreulich, schreibt die Gemeinde im Mitteilungsblatt. Im Budget 2016 wurde aufgrund der Reduktion des Steuerfusses von 100 auf 95 Prozent mit weniger Einnahmen gerechnet.

Einfache Steuer tiefer als budgetiert

Bei den Einkommens- und Vermögenssteuern natürlicher Personen wurde mit einem Zuwachs von 3,4 Prozent gerechnet. Die Empfehlung des Kantons lag bei 2,8 Prozent. Im Budget 2016 wurde die Reduktion des Steuerfusses um fünf Punkte berücksichtigt. Der budgetierte Zuwachs der einfachen Steuer konnte nicht erreicht werden, er liegt unter zwei Prozent. Das effektive Ergebnis der Einkommens- und Vermögenssteuern natürlicher Personen liegt, verglichen mit dem Vorjahr, rund 100 000 Franken höher. Bei den Nachzahlungen wurde das Vorjahresergebnis übertroffen.

Bei den Anteilen am Staatssteuerertrag sticht die Zahl des Ertrags der Gesellschaftssteuern heraus. Mit über 1,5 Millionen Franken wurde in Zuzwil ein nicht für möglich gehaltener Ertrag erzielt. Dieser ist mehr als eine halbe Million Franken höher als das effektive Vorjahresergebnis. Das Ergebnis ist vor allem darauf zurückzuführen, dass einzelne Betriebe über mehrere Jahre definitiv veranlagt wurden. Die Grundstückgewinnsteuern haben sich wieder auf dem Durchschnitt der letzten Jahre eingependelt.

Rekordergebnis war wohl eine einmalige Sache

Der Ertrag an Handänderungssteuern liegt wieder im Mittel der letzten zehn Jahre. Gegenüber dem Rekordergebnis des Vorjahres sind rund 330 000 Franken weniger eingegangen. Dies ist auf einen leichten Rückgang beim Liegenschaftenhandel zurückzuführen. Der Saldo der Ausgleichs- und Verzugszinsen betrug im letzten Jahr rund 8000 Franken.Der Ausstand der Gemeindesteuern lag per Ende des letzten Jahres bei 1,385 Millionen Franken. Rund 41 000 Franken wurden dabei erlassen oder direkt abgeschrieben.

Für das Jahr 2015 sind insgesamt fast 79 Prozent der Steuererklärungen veranlagt. Dieser Stand liegt leicht unter dem kantonalen Durchschnitt. Der Veranlagungsstand der Steuererklärungen des Jahres 2013 beträgt deutlich über 99 Prozent und derjenige des Jahres 2014 über 98 Prozent. Diese Werte liegen im kantonalen Schnitt.

Mehr Steuerpflichtige führen zu höherer Steuerkraft

In Zuzwil sind per Ende Dezember 2016 29 Steuerpflichtige mehr verzeichnet als vor einem Jahr. Die Steuerkraft ist gegenüber dem Vorjahr höher. Je Einwohner beträgt die Steuerkraft 2905 Franken, was gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 111 Franken bedeutet. Verglichen mit dem Kantonsdurchschnitt von 2400 Franken weist die Gemeinde Zuzwil ein überdurchschnittliches Resultat aus. (gk)