Vorübergehend herrscht Ruhe

Die Bauarbeiten im Bahnhof Degersheim sind abgeschlossen. Dank des erhöhten Perrons können Personen mit Gehbehinderung ohne Hilfe in den Zug einsteigen. Ein weiteres Projekt ist bereits in Planung.

Michael Hug
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DEGERSHEIM. In den vergangenen Jahren herrschte am und um den Bahnhof Degersheim sowie auf der Strecke der Südostbahn (SOB) viel Baubetrieb. Damit sei nun Schluss, sagt die Verwaltung der Südostbahn in St. Gallen. Als vorläufig letztes Bauprojekt nahm die SOB in diesem Sommer die Erhöhung des Perrons in Angriff. «Gemäss Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) müssen alle öffentlich zugänglichen Einrichtungen des öffentlichen Verkehrs bis spätestens Ende 2023 den Bedürfnissen der Menschen mit Behinderung entsprechen», schrieb die SOB im Mai dieses Jahres.

Tägliche Zwischenstation

Das 170 Meter lange Perron, tägliche Zwischenstation für Hunderte von Pendlern aus Degersheim und Umgebung, wurde während des normalen Bahnbetriebs und ohne diesen zu beeinträchtigen umgebaut. Die SOB erläutert den Vorgang so: «Das Zwischenperron Gleis 2/3 wurde auf 55 Zentimeter erhöht. Dies ermöglicht einen ebenerdigen Einstieg in die Niederflurzüge und den Personen mit einem Handicap die autonome Benützung des öffentlichen Verkehrs.» Im Weiteren erneuerte die Bahn auch das Wartehäuschen und weitere Kundenanlagen. Insgesamt kosten gemäss SOB Umbau und Renovation rund eine Million Franken.

Neues Projekt im 2017

Die Perronerhöhung sei dieser Tage abgeschlossen worden, sagt Denise Bachofen von der Medienstelle der SOB: «Für eine Weile ist damit Ruhe am Bahnhof Degersheim.» Zumindest für ein paar Jahre. Denn gemäss BehiG muss bis 2023 auch der behindertengerechte Zugang zum Bahnhof selbst gewährleistet sein. Bachofen deutet damit ein weiteres Bauprojekt ab 2017 an. Demnach würden dann beidseits des Bahnhofs Rampen erstellt.

Spurausbau fertiggestellt

In diesen Tagen wurde auch der Doppelspurausbau «Schachen West» zwischen Schachen und der Wissbachtobelbrücke fertiggestellt und in Betrieb genommen. Daher dürfte der Werkverkehr am und durch den Degersheimer Bahnhof merklich abnehmen.

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