Vortrag: Roboter als Helfer

Zuckenriet. Tobias Nef, aufgewachsen in Zuckenriet, resümierte zu Beginn seines Referats im Rahmen des Bildungsprogrammes Niederhelfenschwil seinen Werdegang: Studium in Lausanne, Entwicklung des Therapieroboters «ARMin» an der ETH Zürich, Entwicklung eines Gehroboters in Washington.

Merken
Drucken
Teilen

Zuckenriet. Tobias Nef, aufgewachsen in Zuckenriet, resümierte zu Beginn seines Referats im Rahmen des Bildungsprogrammes Niederhelfenschwil seinen Werdegang: Studium in Lausanne, Entwicklung des Therapieroboters «ARMin» an der ETH Zürich, Entwicklung eines Gehroboters in Washington. Heute: Forschung um Demenz in Bern.

Professor Nef zeigte auf, was ein Schlaganfall auslöst und mit welchen Schwierigkeiten Patienten zu kämpfen haben. Sie können die gewünschte Bewegung im Hirn nicht mehr planen. Die Forschung an solchen Patienten ergab, dass die Dauer und Intensität der Therapie eine wichtige Rolle spielt. Das war der Ansatz, um die Therapie mit einem Roboter zu intensivieren. Die Umsetzung führte zum Therapie-Roboter «ARMin». Die Therapie mit dem Roboter umfasst drei Phasen. Die erste Phase besteht aus passivem Mobilisieren. Dabei gibt der Therapeut eine Bewegung vor, die sich der Roboter merkt und danach viele Male gleich ausführt. In einer zweiten Phase spielt der Patient aktiv, beispielsweise Ball fangen. Dabei hilft der Roboter, die Bewegung präzise auszuführen. In der dritten Phase erledigt der Patient Alltagsarbeiten, etwa Zähne putzen, die ihm auf dem Bildschirm vorgegeben werden. Die vielen Wiederholungen sollen helfen, Bewegungen schneller und genauer wiederzuerlangen. In klinischen Studien werde momentan versucht, die Heilwirkung des Roboters nachzuweisen. Ergebnisse liegen noch keine vor.

Im letzten Teil seines Referats in der Aula Sproochbrugg ging er auf die aktuellen Arbeiten seines Teams in Bern ein. Er und sein Team beschäftigen sich mit der Mobilität im Alter. In einem Fahrsimulator wird das Blick- und Fahrverhalten von älteren Personen erforscht. Ziel sei es, Tests zu entwickeln, die nahe am effektiven Verkehrsgeschehen sind. (lh.)