Vorstufe der Kreisgerichte

Schlichtungsstellen für Arbeitsverhältnisse sind dafür da, um Meinungsverschiedenheiten zwischen Arbeitgeber und -nehmer aussergerichtlich zu klären – oft im Zusammenhang mit Lohnforderungen, Kündigungen oder Arbeitszeugnissen.

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Schlichtungsstellen für Arbeitsverhältnisse sind dafür da, um Meinungsverschiedenheiten zwischen Arbeitgeber und -nehmer aussergerichtlich zu klären – oft im Zusammenhang mit Lohnforderungen, Kündigungen oder Arbeitszeugnissen. Bei der Schlichtungsstelle muss ein Gesuch gestellt und eine Klage eingereicht werden. Die angeklagte Partei hat 14 Tage Zeit, um schriftlich Stellung zu nehmen. Dazu ist sie nicht verpflichtet – zu einer Verhandlung kommt es aber trotzdem, ausser der Kläger zieht seine Klage vorzeitig wieder zurück. In der Verhandlung erläutern und ergänzen beide Parteien ihre Standpunkte – die Schlichtungsstelle im Gerichtskreis Wil ist jeweils entweder mit dem Präsidenten oder dem Vizepräsidenten (beides Juristen) sowie mit einem Arbeitgeber- und einem Arbeitnehmervertreter (beides Branchenvertreter) anwesend. Ergibt die Verhandlung zwischen Arbeitnehmer und -geber keine Einigung, hat der Kläger drei Monate Zeit, die Klage ans zuständige Kreisgericht weiterzuziehen. Bei Forderungen bis 30 000 Franken verrechnen die Schlichtungsstellen keine Kosten. Forderungen von über 100 000 Franken behandelt stets das Kreisgericht. (ste)

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