Vorsichtiger Optimismus

Die 8. Generalversammlung der Landi Thur AG ging in guter Stimmung diskussionslos vonstatten. Es wurde gedankt, gut gegessen und gelacht. Alle Anträge wurden genehmigt.

Andrea Schlegel
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Landi und Landwirtschaft: Geschäftsführer Ueli Kellenberger, am Mikrophon und Thomas Niedermann, Präsident. (Bild: as.)

Landi und Landwirtschaft: Geschäftsführer Ueli Kellenberger, am Mikrophon und Thomas Niedermann, Präsident. (Bild: as.)

ZUZWIL. Da der Komiker Hubi Schnider im Stau steckte, startete die diesjährige GV mit dem offiziellen Teil. Auch ohne die Portion Unterhaltung war die Stimmung gelöst. Präsident Thomas Niedermann begrüsste den Saal voller Landibegeisterter und informierte darüber, dass Zwei Drittel des Aktienkapitals anwesend sei. Konkret vertraten 346 Stimmberechtigte 7794 Stimmen.

Gesunde Bilanzstruktur

Geschäftsführer Ueli Kellenberger präsentierte ein positives Geschäftsergebnis. Im Bereich Laden ist das Budgetziel nicht erreicht worden. Als Grund dafür führte Kellenberger an, dass es über das ganze Sortiment verteilt Preisabschläge gegeben hat. Diese Abschläge betrugen circa sieben Prozent. Zudem habe der Kreiselbau in Zuzwil während vier Monaten den Verkauf belastet. Die Anzahl Kunden hat im vergangenen Geschäftsjahr deutlich zugenommen. Im Bereich Landwirtschaft konnten dank einer erneuten Rekordernte beim Mostobst die Budgeterwartungen erfüllt werden, im Bereich Brenn- und Treibstoff reichten die Umsätze dafür nicht ganz. Der Umsatz der ganzen Landi Thur AG ist gegenüber dem vergangenen Geschäftsjahr um fast 300 000 Franken gestiegen. Das Verhältnis vom Betriebsaufwand zum Umsatz hat sich verbessert. Der Jahresgewinn beträgt 86 746 Franken, der Bilanzgewinn liegt bei 90 571 Franken. Die Landi konnte auch in diesem Geschäftsjahr wieder stille Reserven bilden. Dank der gesunden Bilanzstruktur beträgt das Eigenkapital 35 Prozent.

Vorsichtig optimistisch

Vor dem Präsentieren des Budgets blickte Ueli Kellenberger auf die Konjunkturentwicklung der vergangenen zwölf Jahre zurück. Er erinnerte an die Einbrüche durch das Platzen der Dot-com-Blase, die fünf Jahre Hochkonjunktur und die Finanzkrise. «Jetzt stottert der Motor wieder ein wenig», schloss er den Rückblick und fragte sich, wie sich einzelne Problemherde weiterentwickeln. Da der Privatkonsum in der Schweiz eine zuverlässige und grosse Stütze sei, fügt er an, blicken die Landi-Verantwortlichen vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Im Bereich Laden ist ein Umsatzwachstum und im Bereich Landwirtschaft ein Umsatz wie im Vorjahr geplant. Total plant die Landi Thur AG einen Umsatz von knapp 15 Mio. Franken.

Gut verankert

Die Arbeiten für die Überdachung des Grünbereichs in der Landi Zuzwil haben begonnen. In der nächsten Woche soll mit dem Aufrichten begonnen werden können. Ende Januar sollten die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Peter Bruhin vom LV St. Gallen hielt in seinen Grussworten fest, dass der Detailhandel stöhne, die Landi aber allgemein gut unterwegs sei. Nach dem offiziellen Teil folgten kulinarische Genüsse und doch noch der Humor.

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