Vorschulische Integration ist Thema

REGION. «Die sprachliche Integration von Kindern in Spielgruppen ist wichtig», sagt Thomas Stricker, Verwaltungsleiter der Gemeinde Uzwil. Dennoch unterstützt die öffentliche Hand die Spielgruppen nicht. «Voraussetzung dafür wäre eine Leistungsvereinbarung.

Andrea Häusler/Stefan Etter
Drucken
Teilen

REGION. «Die sprachliche Integration von Kindern in Spielgruppen ist wichtig», sagt Thomas Stricker, Verwaltungsleiter der Gemeinde Uzwil. Dennoch unterstützt die öffentliche Hand die Spielgruppen nicht. «Voraussetzung dafür wäre eine Leistungsvereinbarung.» Der Schulrat sei daran, ein Konzept für die frühkindliche und vorschulische Integration zu entwickeln. Vor der zweiten Hälfte der Legislatur sei aber mit Ergebnissen kaum zu rechnen. «Es besteht jedoch klar ein Bedürfnis, Kinder früher an die Sprache heranzuführen.»

In der Gemeinde Jonschwil gibt es laut Gemeindepräsident Stefan Frei keine Spielgruppen, die sich explizit für die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund einsetzen. «Wir haben in der Gemeinde einfach zu wenig ausländische Kinder», sagt Frei. Diese besuchten die «gewöhnlichen» Spielgruppen mit hohem Schweizer Anteil. «Das ist auch gut für deren Integration», sagt Frei. Die Gemeinde Jonschwil beteilige sich jährlich mit einer Pauschale an der Elternvereinigung, welche die Spielgruppe anbietet. «Zudem steht den Eltern mit Migrationshintergrund für Informationen der Verein Mütter-/Väterberatung Untertoggenburg-Wil-Gossau zur Verfügung.»

Die Gemeinde Oberbüren unterstützt Spielgruppen für ihre Integrationsbemühungen ebenfalls nicht gezielt, wie Gemeindepräsident Andrea Taverna sagt. Eingemietet in Schulanlagen profitierten diese jedoch von günstigen Raummieten. Aufgrund des tiefen Ausländeranteils seien weitere Massnahmen nicht vordringlich, sagt Taverna.

Der Gemeinde Oberuzwil ist es vor allem wichtig, dass alle Kinder, auch solche aus sozial schwachen Familien, die Spielgruppe besuchen können. Laut Ratsschreiberin Gabriela Hollenstein erhalten die Spielgruppen keine «Integrationsbeiträge». Eltern dagegen werde der Spielgruppenbesuch ihrer Kinder im ausgewiesenen Bedarfsfall über die Sozialhilfe mitfinanziert.