VORGEMEINDE: Ein Steuerfuss wie die Stadt Wil

Traditionell führten die Oberuzwiler Ortsparteien vor der Bürgerversammlung eine Informationsveranstaltung durch. Dabei erfuhren die rund 30 Interessierten Aktuelles aus den Körperschaften.

Thomas Riesen
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Schulratspräsident Roland Waltert erläutert das Modell «Lernschloss», das Kindern einen besseren Start ins Schulleben ermöglichen soll.

Schulratspräsident Roland Waltert erläutert das Modell «Lernschloss», das Kindern einen besseren Start ins Schulleben ermöglichen soll.

Thomas Riesen

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Gemeindepräsident Cornel Egger berichtete an der Vorgemeindeversammlung vom Dienstagabend über die Entwicklung beim Areal Zur alten Gerbi. Die «Gerbi» bleibe stehen, der Jugendraum offen und die Bibliothek könne ihren Betrieb weiterführen. Allerdings muss das Chilbi-OK einen neuen Standort suchen. Erfreulich ist die Entwicklung bei der Hallenbadsanierung, sie sei dem Zeitplan voraus. Zum Sägeweiher sagte Egger: «Eine Teilweiseverlegung sowie ein Fussgängerweg sind in Planung.» Das Rechnungsergebnis 2016 bezeichnete er als befriedigend. Der Gemeinderat wird an der Bürgersammlung eine Senkung des Steuerfusses um drei Prozent beantragen. Mit 129 Steuerprozent wäre dieser auf dem Niveau der Stadt Wil.

Kandidat muss noch kündigen

Eine Neuigkeit meldete Erwin Wild, Präsident des Kirchenverwaltungsrates von Katholisch Bichwil-Oberuzwil. Bei der Wahl eines Pfarrers sehe es gut aus. Allerdings müsse der Kandidat noch kündigen. Bis dahin müsse es ohne gehen, verstärkt durch Leo Tanner, den Jonschwiler Pfarrer. Aber auch das Pastoralteam leiste einen zusätzlichen Einsatz. Die Zahl der Kirchenmitglieder stieg um 29 Personen. Der Verlust fiel um 60000 Franken geringer aus als erwartet, auch weil kein Pfarrer auf der Lohnliste steht. Beim Bericht von Marcel Bächler, dem Präsidenten der katholischen Kirche Niederglatt, spielte der Zusammenschluss mit den Kirchgemeinden Flawil, Wolfertswil-Magdenau und Degersheim eine zentrale Rolle. Offen wurde das Projekt hinterfragt. Bächler betonte, dass sich die gemeinsame Seelsorgeeinheit bewährt habe. Der Zeitplan sieht einen Entscheid an der Urne im Spätherbst vor. Die Rechnung schloss leicht besser ab als budgetiert.

Ein drittes Kindergartenjahr

Bei der Schule stand das «Lernschloss» im Fokus des Interesses. Früher war dies die Einführungsklasse. Das Ziel: ein besserer Start ins Schulleben. Im dritten Kindergartenjahr könnten die Kinder an den Schulbetrieb herangeführt werden und hätten ­ die Möglichkeit ihre künftigen «Gschpänli» kennen zu lernen. Zudem berichtete Schulratspräsident Roland Waltert, dass die Lehrpersonen optimal auf den Einstieg in den Lehrplan 21 vorbereitet seien.

Beim Bericht von Lisa Alder, Präsidentin der Vorsteherschaft der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Oberuzwil-Jonsch­wil, stand der 250. Geburtstag der Institution im Mittelpunkt. Positiv beurteilte sie die Kirchenrenovation. Für 2017 macht sich aber die Abschreibung bemerkbar. Der Kirchenvorstand wird aufgestockt. Nelly Verlezza kommt dazu, und Roger Lindenmann ersetzt Werner Keller. Armin Bachofner zog Bilanz für die Wasserkorporation. Bemerkenswert ist, dass bei 47 Personen zu hohe Anschlussgebühren verrechnet wurden. Der Fehler wurde korrigiert. Finanziell stehe die Korporation gut da, und die Wasserpreise würden eher sinken als steigen, sagte der Präsident.