Vorentwässerung wird optimiert

Der bisher ungenügend eingedickte Frischschlamm in der Abwasserreinigungsanlage ARA Bütschwil wird in Zukunft maschinell entwässert. Damit wird unter anderem ein ökologischer Mehrwert geschaffen.

Beatrice Bollhalder
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Der Frischschlamm soll künftig maschinell entwässert werden. (Bild: Martina Signer)

Der Frischschlamm soll künftig maschinell entwässert werden. (Bild: Martina Signer)

BÜTSCHWIL. Die Verantwortlichen des Abwasserverbandes Bütschwil-Mosnang-Oberhelfenschwil konnten den Delegierten einen positiven Jahresabschluss präsentieren. Präsident Roman Brändle hob die Führung der Abwasserreinigungsanlage Bütschwil hervor. «Der Kontrollbericht des Amtes für Umwelt und Energie attestiert eine sehr gute Reinigungs- und Nitrifikationsleistung.» Ausserdem könne festgehalten werden, dass das neue Blockheizkraftwerk einen Stromeigenversorgungsgrad von 48 Prozent erreicht habe. Der Ölverbrauch sei von 3100 Litern (2012) auf 1850 Liter gesunken.

Ökologischer Mehrwert

Die Betriebskommission hat sich im vergangenen Jahr mit der Schlammvorentwässerung beschäftigt. Um das Problem des ungenügend eingedickten Frischschlammes zu beheben, hat das Ingenieurbüro Kuster+Hager empfohlen, eine Frischschlammentwässerung zu installieren. Dadurch kann die Klärgasproduktion erhöht und die Aufheizenergie sowie die Klärschlammmenge reduziert werden, woraus ein ökologischer Mehrwert resultiert. Das erste Projekt hätte 430 000 Franken gekostet. Bei der zweiten Variante wird nun auf das Gebäude für den Schlammbehälter und die Entwässerungsmaschine verzichtet. Damit belaufen sich die Kosten noch auf 260 000 Franken. Die Betriebskommission hat beschlossen, dieses Projekt auszuführen.

Karl Brändle erklärte den Anwesenden auch, um was es bei der Mikroverunreinigung durch Reinigungsmittel oder Medikamente geht. Als kleinere Anlage sei Bütschwil allerdings nicht zur Umrüstung verpflichtet.

Neubau der Pumpstation

Die Betriebskosten-Abrechnung der Abwasserreinigungsanlage schliesst gegenüber dem Budget mit Minderausgaben von rund 25 700 Franken ab. Im Budget, das – wie auch die Rechnung – von den Delegierten einstimmig genehmigt wurde, ist die Anschaffung der Schlammentwässerungsanlage für 260 000 Franken veranschlagt. Ausserdem werden 37 000 Franken für den baulichen Unterhalt und 67 000 Franken für den Unterhalt von Maschinen und Geräten budgetiert. Darin enthalten ist die Ersatzanschaffung des Gaskompressors, der Kosten von rund 30 000 Franken verursacht. In die Pumpstation Dietfurt soll wenig investiert werden, da diese, aufgrund des Umfahrungsbaus, bald ver- und ersetzt werden soll.

Aufteilung der Betriebskosten

Der Betriebskostenanteil an der ARA Bütschwil beträgt für Bütschwil 51 Prozent, für Mosnang 36 Prozent und für Oberhelfenschwil 13 Prozent. Die Kosten der Pumpstation Dietfurt teilen sich Bütschwil und Oberhelfenschwil.