Vorbereitungsjahr ist beliebt

175 Schülerinnen und Schüler schlossen diesen Sommer die Wiler Oberstufenschulen ab. Weniger von ihnen als im Vorjahr beginnen eine Lehre.

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93 Schüler starten eine Lehre. (Archivbild: Urs Jaudas)

93 Schüler starten eine Lehre. (Archivbild: Urs Jaudas)

WIL. Alljährlich führen die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung und das Amt für Berufsbildung bei sämtlichen Schulabgängerinnen und Schulabgängern des 9. Schuljahres und der staatlichen Brückenangebote eine Befragung durch. Die Auswertung der Umfrage erlaubt es dem Bildungsdepartement, die aktuelle Lehrstellensituation gegen Ende des Schuljahres zu analysieren und bei Bedarf Massnahmen zu planen oder zu treffen.

Mehr Schulabgänger als 2015

Stichtag der Erhebung war der 27. Mai 2016. In den Schulen der Stadt Wil wurden zu diesem Zeitpunkt 175 Schulabgängerinnen und Schulabgänger gezählt. Im Vorjahr waren es 207. Die Umfrage wurde bei den 3. Sekundar- und Realklassen sowie bei den Sport-, Eingliederungs- und Kleinklassen in den Oberstufen Sonnenhof, Lindenhof und Bronschhofen sowie bei den 3. Sekundarklassen der Mädchensekundarschule St. Katharina durchgeführt. Im Vergleich zum Vorjahr kann festgestellt werden, dass weniger Jugendliche eine Lehre mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis absolvieren und prozentual mehr Schulabgängerinnen und Schulabgänger ein Berufsvorbereitungsjahr besuchen werden.

Drei sind noch auf Arbeitssuche

Im Detail zeigt die Statistik folgendes Bild: Rund 58,3 Prozent aller Befragten beginnen eine Lehre (93) oder eine Attestausbildung (15). 9,1 Prozent oder 16 Schulabgängerinnen und -abgänger setzen auf eine private Lösung in Form eines Praktikums (9), des Besuchs einer Privatschule (4) oder einer privaten Vorlehre (3). Rund 12 Prozent oder 21 Jugendliche nutzen ein staatliches Brückenangebot – zwölf von ihnen besuchen ein Berufsvorbereitungsjahr und neun absolvieren eine staatliche Vorlehre.

Des Weiteren besuchen 16 Prozent oder 28 Oberstufenabgängerinnen und -abgänger weiterführende Schulen wie die Kantonsschule mit gymnasialer Matura (12), die Fachmittelschule (8), die Wirtschaftsmittelschule (6) oder die Handelsschule (2). Noch 2,9 Prozent, was fünf Jugendlichen entspricht, waren zum Zeitpunkt der Erfassung auf Lehrstellensuche. Diese Zahl hat im Vergleich zum Vorjahr abgenommen. Drei Jugendliche gaben schliesslich an, noch keine definitiven Absichten bezüglich ihrer weiteren Ausbildung zu haben. (sk)